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Farbpatronen selber nachfüllen – und viel günstiger drucken 20 statt 56 Franken für eine Tintenpatrone: Geld spart, wer leere Kartuschen bei einer Tinten-Tankstelle auffüllt.
«Vieldrucker» haben eine noch günstigere Variante.
Die Hersteller von Druckern arbeiten nach einem einfachen Geschäftsmodell: Sie bieten ihre Geräte sehr günstig an und sichern sich dann mit den Ersatzpatronen fette Gewinne. Bereits für Fr. 49.90 verkauft M-Electronics einen Tintenstrahldrucker der Marke Hewlett-Packard (HP). Aber eine Originalersatzpatrone dazu kostet Fr. 26.90 – dafür gibts bereits den halben Drucker.
Doch es gibt günstige Alternativen zu den kostspieligen Originalprodukten von Brother, Canon, Epson, HP und Lexmark: Anbieter wie Fust, Interdiscount, Media Markt, M-Electronics sowie diverse Onlineshops verkaufen nachgebaute Patronen oder lassen gesammelte Patronen aufbereiten und wiederbefüllen.
Die Preisunterschiede sind beachtlich (siehe Tabelle im pdf-Artikel). So kostet bei M-Electronics eine rezyklierte Schwarzpatrone Fr. 22.80, das Original von Epson Fr. 48.90 – also mehr als das Doppelte.
Wer Sets mit zwei oder drei Patronen kauft, spart noch mehr. Beispielsweise führt Fust ein Set mit zwei kompatiblen Schwarzpatronen und einer Farbpatrone von Boeder für Fr. 16.90. Drei solche Kartuschen von Canon kosten Fr. 57.50, das sind 70 Prozent mehr. Eine weitere Sparmöglichkeit: Originalpatronen bei einer Tintentankstelle nachfüllen lassen. Das spart Kosten bis zu 65 Prozent. Inzwischen gibt es verschiedene Anbieter, der grösste mit 16 Filialen ist die Druckertheke.
Seit Mitte Februar unterstützt die Post das Wiederauffüllen: Leere Patronen können in einem speziellen, adressierten und vorfrankierten Versandbeutel zum Nachfüllen eingeschickt werden. Der Versandkostenanteil beträgt Fr. 6.–.
Noch günstiger wird es, wenn man selber mit Tinte und Spritze operiert. Die Druckertheke verkauft Nachfüllsets. Eine Füllung kostet den Kunden dann zwischen Fr. 5.– und 10.–. Das lohnt sich jedoch nur für Leute, die bunte Finger in Kauf nehmen wollen, und für solche, die sehr viel drucken: Die Tinte in den Flaschen ist nicht unbegrenzt haltbar.
Originalpatronen qualitativ meist besser
Allerdings: Originalpatronen vom Druckerhersteller bieten meist die bessere Druckqualität als alternative Produkte, wie die Stiftung Warentest feststellte. Wer jedoch vorwiegend Unterlagen für den Eigengebrauch druckt, kann ohne Bedenken nachgemachte und nachgefüllte Patronen verwenden.
Unterschiedliche Füllmengen
Die Tintenpatronen und Laserkartuschen neuer Billigdrucker enthalten oft weniger Farbe als Ersatzpatronen. Das wird von den Herstellern auch nicht bestritten. Sie betonen jedoch gegenüber dem K-Tipp, dass sie darauf hinweisen und die unterschiedlichen Füllmengen entsprechend deklarieren.
25. Februar 2008 | Susanne Rufer
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