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Wer am Kiosk einkauft, schaut weniger auf den Preis. Zum Beispiel, weil die Nase läuft. Für ein Nastuch greift der Kunde dann tief ins Portemonnaie: Papiertaschentücher kosten mit Fr. 1.80 fast doppelt so viel wie beim Grossverteiler. Auch andere Artikel sind teuer: Eine Halbliterflasche Cola kostet am K-Kiosk Fr. 3.40 – fast dreimal so viel wie bei Coop. Für ein Bic-Minifeuerzeug bezahlt man Fr. 2.90. Dafür gibts bei Coop zwei grosse Bic-Anzünder. Auch wer Lust auf Chips hat, geht besser zum Grossverteiler: Am Kiosk kosten 30 Gramm Zweifel Paprika Original Fr. 1.80. Bei Coop erhält man für Fr. 2.20 90 Gramm.
Stefania Misteli von der K-Kiosk-Mutter Valora gibt zwei Gründe für die zum Teil massiv höheren Preise an: das kleinere Volumen, das Valora ordere, und die aufwendigere Logistik. «Wir bringen unsere Ware schachtel- und nicht palettweise an unsere Verkaufsstellen.» Gerade bei den Getränken fielen hohe Logistikkosten an: Getränke würden ein vergleichsweise hohes Gewicht und grosses Volumen aufweisen.
Valora setzt bei ihrem Sortiment oft nur auf Markenprodukte wie Tempo-Taschentücher oder Energizer-Batterien und verzichtet auf unbekannte, billigere Produkte. Warum das? Die Ladenfläche biete keinen Platz für Billiglinien, sagt Misteli. Als ob solche Produkte mehr Platz benötigten.
25. September 2007 | Pascal Tischhauser
