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Der Billigflieger Ryanair verstösst mit seiner neuen Werbung gegen die Preisbekanntgabe-Verordnung.
Zwei Billigflieger verlangen neu für jeden eingecheckten Koffer Gebühren. Easyjet verlangt ab Oktober pro Gepäck-stück 5 Franken extra, am Schalter sogar Fr. 12.50. Bisher war das Aufgeben eines Gepäckstückes im Preis inbegriffen.
Zuschläge kassiert auch Ryanair, deren Flugzeuge von Oktober an in Basel
abheben: Bei der Internetbuchung kostet jeder eingecheckte Koffer knapp
10 Franken, am Schalter das Doppelte.
Pikant: In Zeitungsinseraten verweist Ryanair auf diese Kosten nur pauschal im Kleingedruckten und berücksichtigt sie nicht im Endpreis. «Das verletzt die Preisbekanntgabe-Verordnung», sagt Guido Sutter vom Staatssekretariat für Wirtschaft: «Alle nicht freiwilligen Zuschläge müssen im Preis inbegriffen sein.»
Ryanair-Sprecher Peter Sherrard weist die Kritik zurück: «Dem Passagier entstehen nur dann Kosten, wenn er Gepäck aufgibt.» Auf Deutsch: Selber schuld, wer auf eine Reise Gepäck mitnimmt.
04. September 2007 | Eric Breitunger