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Schon wieder verärgert die Swiss Vielflieger mit ihrem Flugmeilen-Programm Miles & More. Wer als Schweizer Kunde mangels Freiflügen seine angesammelten Meilen gegen Sachprämien einlösen will, zahlt nämlich deutlich mehr, als er eigentlich müsste. Grund: Der Lufthansa-Internetladen Worldshop mit Sitz in Deutschland verrechnet auch Schweizern die deutsche Mehrwertsteuer.
So wollte saldo-Leser Hans Werner (Name geändert) eine Uhr zum Teil mit Bonusmeilen bezahlen. Er wunderte sich sehr, dass er zusätzlich zum Nettopreis 19 Prozent deutsche Mehrwertsteuer zahlen sollte. Als er reklamierte, bestätigte ihm Worldshop offen, dass bei allen Schweizer Online-Kunden diese Steuer verrechnet wird.
Das ist erstaunlich: Gemäss deutschem Bundesfinanzministerium müsste Lufthansa das gar nicht tun. Sendungen in die Schweiz sind umsatzsteuerfrei.
Auf Anfrage erklärt Lufthansa-Sprecherin Amelie Lorenz, dass die Fluggesellschaft diese Mehrwertsteuer-Einnahmen nicht als Gewinn verbuche, sondern an den Fiskus abführe. Sie verspricht aber: «Wir werden die Lieferbedingungen in die Schweiz nun überprüfen.»
04. September 2007 | Eric Breitinger