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Der Mineralwasser-Test des Gesundheitstipp hat Folgen: Das stark uranhaltige «Zürcher Mineral» wird nicht mehr abgefüllt.
Vor einem Jahr liess der Gesundheitstipp 24 Mineralwässer auf den Urangehalt testen. Am meisten Uran fand das Labor im «Zürcher Mineral», das aus einer Quelle in Eglisau ZH stammt. Es enthält fast 16 Mikrogramm Uran pro Liter. «Ein extrem hoher Wert. Das würde ich nicht trinken», warnte der Experte Ewald Schnug.
Cello Rohr, Inhaber der Zürcher Mineral GmbH, wollte das Uran herausfiltern. Doch dies verbot der Zürcher Kantonschemiker Rolf Etter. Mineralwasser dürfe nur dann behandelt werden, wenn dies «zwingend» nötig sei, so Etter. Das sei beim «Zürcher Mineral» nicht der Fall - weil es in der Schweiz keinen Uran-Grenzwert für Mineralwasser gibt.
Falls Cello Rohr das Uran aus dem Eglisauer Wasser herausfiltern würde, dürfte er es nur als Tafelwasser verkaufen. «Das wäre nicht sinnvoll», sagt er. «Der Gast will im Restaurant Mineralwasser trinken, nicht Tafelwasser.» Zudem müsste Rohr dann den Namen des Produkts ändern. «Zu kompliziert», findet er. Nach dem negativen Entscheid des Kantonschemikers sieht er sich deshalb gezwungen, die Abfüllung des «Zürcher Mineral» einzustellen. Rohr bestätigte gegenüber dem Gesundheitstipp eine entsprechende Meldung des «Tages-Anzeiger».
Doch Cello Rohr gibt nicht auf: Er hofft, dass er bald die Mineralquelle anzapfen darf, die auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Hürlimann sprudelt. Dieses Mineralwasser wurde früher als «Aqui» verkauft. «Es hat einen niedrigen Urangehalt von nur 0,8 Mikrogramm», hat Rohr herausgefunden.
(ag)
16. Mai 2007
