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Für Antibabypillen zahlen Schweizerinnen deutlich mehr als Konsumentinnen in Deutschland. «Die hiesigen Verkaufspreise liegen bei Mehrmonatspackungen zwischen 40 und 150 Prozent über den deutschen Preisen», sagt Josef Hunkeler vom Büro des Preisüberwachers.
So beträgt der deutsche Apotheken-Richtpreis einer Sechsmonatspackung Jasmin von Schering umgerechnet 95 Franken. In der Schweiz kostet dasselbe Verhütungsmittel 134 Franken - satte 40 Prozent mehr. Die Sechsmonatspackung Cilest von Janssen-Cilag verkaufen deutsche Apotheker für umgerechnet 52 Franken, in der Schweiz kostet sie Fr. 104.85 - also das Doppelte.
Schering Schweiz will seine Preispolitik nicht kommentieren. Und Janssen-Cilag gibt als Grund für die Preisunterschiede die höheren Margen der Schweizer Zwischenhändler an.
Preisüberwacher Hunkeler rät Kundinnen, auf Aktionen der Apotheken zu achten.
Billiger sind auch sogenannte Co-Marketing-Produkte, identische Präparate in anderer Verpackung. Die Antibabypille ist in der Schweiz zwar rezeptpflichtig, die Krankenkassen erstatten aber keine Kosten.
eb
21. Februar 2007
