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Mediziner vertrauen Finanzberatern. Lehrer stecken ihr Vermögen gerne in ein Eigenheim. Apotheker legen ihr Erspartes eher risikoreich an. Ökonomen haben selten einen Finanzberater. Und Juristen misstrauen den Anlagetipps ihrer Kollegen.
Zu diesem Schluss kommt die Berner Betriebswirtschafterin Petra Jörg. Die Wissenschafterin hat anhand von 2300 Fragebögen ausgewertet, wie diese Berufsgruppen ihr Geld anlegen.
Die Studie zeigt weiter, dass die Beratung durch professionelle Finanzexperten in allen Berufsgruppen zu mehr risikoreichen Anlagen führt. Jörg: «Wir fragen uns, ob diese Anlage- politik tatsächlich im Interesse der entsprechenden Investierenden ist oder eher im Interesse der Berater.»
Und die Wissenschafterin räumt auch mit dem Klischee auf, dass Frauen in Geldanlagen weniger risikofreudig seien als Männer.
Wichtiger als das Geschlecht seien Interesse, Informationsstand und Kompetenz in Geldanlagen. Jörg schreibt: «Dieses Interesse, Wissen oder Gefühl von Kompetenz scheinen Frauen im Allgemeinen weniger häufig zu haben als Männer. Wenn sie es aber haben, dann investieren sie ähnlich wie Männer.
07. Februar 2007
