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Artikel | K-Tipp 14/2006

Spielen, lernen - und sparen

Spielen und lernen zugleich - Computerspiele machen es möglich. Doch wer die Preise nicht vergleicht, riskiert fürs gleiche Game statt 20 rund 50 Franken hinzublättern.

Karlsson vom Dach, Oscar der Ballonfahrer, Mama Muh: In der Welt der Computer-Lernspiele für Kinder tummeln sich viele Figuren. Nur: Welche darf man ruhig auf Kinder «loslassen»? Anders gefragt: Was zeichnet ein gutes Game aus?

Daniel Amman vom Fachbereich Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich kennt sich aus. Er hat schon unzählige Spiele mit Kindern getestet und rezensiert. Ammann bewertet unter anderem positiv, wenn Figuren und Geschichten eines Spiels aus Büchern, Filmen oder Hörkassetten bekannt sind. Kinder würden dann z. B. das Buch oft gerne wieder zur Hand nehmen. Auch Games mit Zusatzangeboten zum Ausdrucken (etwa Bastelvorlagen) könnten «Brücken zu anderen Aktivitäten schlagen» und so verhindern, dass sich die Kinder zu sehr an den Bildschirm fesseln lassen.

Die echten Perlen in der Flut der Spiele zu finden, ist nicht einfach. Hilfe bietet die Seite www.medien-lab. ch/spielgeschichten der Pädagogischen Hochschule. Sie enthält Spielbesprechungen, Tipps für Eltern, Literaturhinweise und kommentierte Links auf Bewertungsseiten.

Laut Ammann können gute Spiele etwa Hör- und Leseverstehen begünstigen, den Wortschatz erweitern, die Merkfähigkeit verbessern und - bei gemeinsamem Spielen - soziale Kompetenzen fördern. Wichtig sei stets, den Kindern einen Rahmen zu setzen. Ammann hält aber fest: «Zeitvorgaben sollten auf die Art des Spiels abgestimmt sein.» Und das setzt voraus, dass die Eltern das Game kennen und schon mal mit ihrem Kind gespielt haben.
Was die Preise angeht, gilt auch bei Computer-Lernspielen: Vergleichen zahlt sich aus. Das zeigt die K-Tipp-Stichprobe mit 16 Games, die von den deutschen Konsumentenzeitschriften «Test» und «Öko-Test» als empfehlenswert eingestuft werden. Das Spiel «Oscar der Ballonfahrer besucht die Tiere in der Stadt» zum Beispiel gibts auf dem Markt für 19, aber auch für 51 Franken (siehe Tabelle).

Fast immer am teuersten ist in der Stichprobe Books. ch, der Internet-Shop von Orell Füssli. Rechnet man indes die Versandkosten ab, sind die Preise bei Books.ch oft gleich wie anderswo.


Versandkosten fallen oft pro Lieferung an

Besonders stark fallen die Versandkosten ins Gewicht, wenn man - wie in der Stichprobe - nur ein Spiel kauft. Meist werden sie nämlich pro Lieferung verrechnet.

Konkret gilt bei den On-line-Shops der Stichprobe punkto Versand:
- Amazon.de: Ab Euro 20.- Bestellwert gratis, sonst Euro 3.- pro Lieferung. Zudem fälllt die deutsche Mehrwertsteuer weg.
- Bol.de: Euro 3.50 pro Lieferung.
- Bol.ch: Ab Fr. 75.- Bestellwert gratis, sonst Fr. 3.50 pro Lieferung. Man kann die Artikel aber auch in einer Partnerbuchhandlung (Thalia, Stauffacher, ZAP) selber abholen.
- Exlibris.ch: Keine Versandkosten.
- Weltbild.ch: Fr. 7.95 pro Lieferung. Die Artikel gibts auch versandkostenfrei - in den Weltbildplus-Läden.
- Lesen.ch: Ab 3 Artikeln oder Fr. 75.- Bestellwert gratis, sonst Fr. 4.80 pro Lieferung.
- Books.ch: Ab Fr. 75.- Bestellwert, mit Orell-Füssli-Bücherkarte oder bei Abholen im Laden gratis, sonst Fr. 6.- pro Lieferung.

06. September 2006 | Gery Schwager - gery.schwager@ktipp.ch


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