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Sommer, anfeuern, grillieren: Trockene, vom Rückschnitt stammende Pflanzenstängel eignen sich bestens als Anfeuerholz. Dies gilt besonders für Sonnenblumen, Rosen, Malven, Nacht- und Königskerzen. Nach dem Rückschnitt trocknen die vielfach porösen fingerdicken Stängel innerhalb weniger Wochen. Sie brennen sofort und entflammen die darübergeschichteten Holzscheite gut.
Auch gegen zurückgeschnittene, von den Blättern befreite Heckenzweige ist nichts einzuwenden, wenn diese gut ausgetrocknet sind. «Allerdings sollte man keinen Gartenabraum wie Laub und dergleichen verbrennen - das gehört in die Grünabfuhr», sagt Lukas Handschin von Grün Stadt Zürich.
Einige Vorbehalte bringt er bei der Eibe an. «Die Nadeln sind hochgiftig - man kann ein Pferd damit umbringen. Wir raten deshalb davon ab, Eibentriebe, die noch Nadeln tragen, anzuzünden.»
Gleiches gilt für die gefährliche Ambrosia. Vor dem Riesenkerbel warnt Lukas Handschin ebenfalls: Dieser verursacht schwere Verbrennungen, wenn man ihn berührt.
Beim Pflanzenmaterial, das üblicherweise in einem Garten anfällt, setzen sich durch das Anzünden aber weder problematische chemische Verbindungen noch Dämpfe frei. Getrocknete Rosmarin- und Lavendelzweige oder Rebenholz, am Schluss auf die Glut gelegt, verleihen durch ihren feinen Duft dem Bratgut noch das gewisse Etwas.
28. Juni 2006
