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CDs gehören zu den am häufigsten über Internet bestellten Waren. saldo zeigt, wo man seine Lieblingsmusik am besten ordert.
Wer sich das Debütalbum der Spice Girls kaufen will, tut gut daran, nicht beim erstbesten Online-Anbieter zuzuschlagen. Denn die Preisunterschiede sind beträchtlich. Bei Amazon.de ist das Album «Spice» für umgerechnet Fr. 10.70 zu haben, bei Jukebox.ch kostet es Fr. 29.90 - das ist fast dreimal so viel. Auch bei aktuellen Hits gibt es markante Preisunterschiede. Robbie Williams' Album «Intensive Care» beispielsweise ist bei Abella.ch rund 70 Prozent teurer als bei Amazon.de oder Exlibris.ch.
Exlibris.ch: Gute Preise für bekannte CDs
saldo hat das Angebot von neun CD-Online-Shops getestet. Das Resultat: Amazon Deutschland brilliert im Schnitt mit den besten Preisen. Dies auch dank des Mehrwertsteuerabzugs, der die Scheiben für Schweizer Kunden noch günstiger macht. Ebenfalls günstig ist Exlibris.ch. Verkaufsstarke Alben kosten hier fast immer weniger als 20 Franken.
Ältere CDs oder weniger bekannte Interpreten sucht der Musikfan jedoch bei einigen Anbietern oft vergeblich: so etwa bei Exlibris.ch, Weltbild.ch, Abella.ch und Bol.ch. Wer hingegen aus einem breiten Sortiment auswählen will, fährt mit Amazon.de und Cede.ch am besten. Amazon.de bietet einen riesigen Fundus, allerdings sind hier weniger bekannte Schweizer Künstler kaum zu finden. Bei Cede.ch ist der einheimische Musikmarkt gut vertreten.
Weltbild.ch: Mit Abstand die höchsten Versandkosten
Der beste Preis bringt jedoch wenig, wenn im Gegenzug happige Portokosten anfallen. So verlangt zum Beispiel Weltbild.ch für jeden Versand happige Fr. 7.95. Zu punkten vermögen bei diesem Kriterium Cede.ch und Jukebox.ch. Die beiden verlangen als einzige Shops keine Versandspesen. Jukebox.ch verrechnet lediglich bei A-Post-Versand einen Beitrag von 1 Franken pro CD. Mit einer portofreien Lieferung wirbt auch Exlibris.ch. Bei einem Bestellwert von weniger als 15 Franken fallen aber 5 Franken Spesen an. Bei Amazon.de kostet der Versand rund 4 Franken, kostenlos wird geliefert ab einer Bestellung von 20 Euro (31 Franken).
Entscheidend für die Qualität eines CD-Online-Shops ist, dass der Kunde in die Alben hineinhören kann. Das ist ausser bei Bol.ch, Jukebox.ch und Exlibris.ch bei allen Anbietern möglich. Darüber hinaus bieten Cede.ch und Amazon.de am meisten Extras. So kann der Nutzer bei beiden Anbietern eine persönliche Wunschliste erstellen oder Kommentare anderer Musikfans zu den Alben lesen. Zu jeder CD findet er auch einen mehr oder weniger ausführlichen Beschrieb. Keinen Zusatznutzen gibts für die Käufer bei Jukebox.ch und Exlibris.ch.
Bezahlen gegen Rechnung fast überall möglich
Wer im Internet bestellt, gerät nicht immer an seriöse Anbieter. Umso wichtiger ist es, dass die Shops Transparenz schaffen. saldo hat überprüft, ob auf den Websites die vollständige Adresse sowie Telefonnummer und E-Mail angegeben sind. Auch wurde bewertet, ob die AGB zugänglich sind und ob eine Zahlung gegen Rechnung möglich ist. Erfreulicherweise erreichten fast alle Shops bei der Kundenfreundlichkeit gute Noten. Einen Abzug musste Amazon.de in Kauf nehmen, da Schweizer Kunden nicht per Rechnung zahlen dürfen und weil keine Kontaktnummer auffindbar war. Die fehlende Telefonnummer ist auch für den Punkteabzug bei Exlibris.ch verantwortlich.
Daran erkennen Sie einen seriösen Online-Shop
Vor einer Bestellung dürfen keine Fragen offen bleiben. Die Kontaktangaben sollten zugänglich und Portokosten und Lieferfristen offen gelegt sein. Auch Angaben zu Widerruf, Rückgabe und Umtausch gehören auf die Website. Wünschenswert ist zudem eine Information zum Umgang mit Kundendaten. Dort sollte der Shop zusichern, dass er die Daten nicht an Dritte weitergibt.
Wenn möglich sollte die Ware nach Erhalt gegen Rechnung zahlbar sein. Von Vorauszahlungen ist abzuraten, ebenso von der Annahme von Lieferungen per Nachnahme. Der Käufer kann die Ware so nämlich nicht überprüfen, bevor er bezahlt hat. Rückforderungen sind oft mühsam.
Bei Bezahlung mit Kreditkarte ist darauf zu achten, dass die Daten verschlüsselt übermittelt werden. Dies ist der Fall, wenn «https://» vor der Adresszeile erscheint.
07. Dezember 2005 | Mirjam Fonti
