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Was bisher Festnetzkunden mit ISDN vorbehalten war, gibt es nun bald für alle Festnetztelefonierer: die Rufnummernanzeige.
Ab spätestens Juli 2005 werden die Rufnummern auch bei analogen Anschlüssen ohne Zusatzkosten angezeigt, sofern das Telefon über die Anzeigefunktion verfügt. Der Angerufene kann dann sofort entscheiden, ob er einen Anruf entgegennehmen will oder nicht.
Doch manche Anrufer wollen aus Datenschutzgründen nicht, dass ihre Nummer von jedem abgelesen werden kann. In diesem Fall empfiehlt es sich, seine Rufnummer zu unterdrücken. Dieser Zusatzdienst lässt sich kostenlos über Internet bestellen (www.swiss com-fixnet.ch/fx/privatkunden/ dienste/telefonnummererken nung/Index.htm).
Möglich ist auch die Unterdrückung für einen einzelnen Anruf: Im Festnetz *31 und auf dem Handy #31# drücken und gewünschte Nummer wählen.
Doch auch mit unterdrückter Nummer ist die Anonymität nicht immer garantiert. Bei Anrufen auf Notfallnummern (112, 117, 118, 144, 145), bei der Rega oder der Bahnpolizei kann die Identifikation nicht verheimlicht werden, weil die Standortidentifikation gewährleistet sein muss.
Mit *99# lassen sich anonyme Anrufe abweisen
Auch die Fernmeldedienste können die Nummern der Anrufer erkennen, da sie geführte Gespräche abrechnen müssen. Bei Anrufen ins Ausland werden unterdrückte Nummern zudem je nach ausländischem Anbieter ebenfalls angezeigt.
Die Möglichkeit der Rufnummerunterdrückung machen sich auch Versicherungsgesellschaften oder Meinungsforschungsinstitute zunutze. Daher ist es meist nicht möglich, unerwünschte Anrufe einfach zu ignorieren. Doch auch für diesen Fall bietet die Swisscom eine Funktion an. Durch Drücken der Kombination *99# können alle anonymen Anrufe abgewiesen werden. Der Anrufer hört dann folgenden Text: «Der Kunde wünscht keine Anrufe mit unterdrückter Rufnummer.» Problematisch ist nur, dass man damit eventuell auch Anrufe zurückweist, die man eigentlich erhalten möchte.
mif
22. Juni 2005
