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Erst hochgejubelt - jetzt bereits weg vom Markt: Aufgrund gefährlicher Nebenwirkungen muss nun auch Pfizer den Cox-2-Hemmer Bextra zurückziehen.
Vor kurzem hat man sie voller Hoffnung begrüsst: Die so genannten Cox-2-Hemmer wie Vioxx, Celebrex und Bextra. Diese «Superaspirine» sollen gut gegen Rheuma wirken und erst noch den Magen schonen.
Doch jetzt stehen sie vor dem Aus: Bereits vor einem halben Jahr musste Vioxx vom Markt genommen werden. Nun folgt Bextra. Die Arzneimittelbehörden der USA, Europas und der Schweiz haben Hersteller Pfizer aufgefordert, sein Rheumamittel per sofort zurückzuziehen. Die Gründe:
- Die langfristige Einnahme von Bextra kann dem Herz schaden. Studien zeigten: Das Mittel ist gefährlich für Patienten mit Herzbypass.
- Das Medikament kann schwere und lebensbedrohliche Hautreaktionen verursachen.
- Es ist nicht bewiesen, dass Bextra gegenüber herkömmlichen Rheumamitteln einen Vorteil hat.
Die Kritik ist allerdings nicht neu. Bereits vor fünf Jahren warnten Fachleute vor den Risiken der Cox-2-Hemmer (siehe Pulstipp 6/00). Sie seien nicht besser als ältere Rheumamittel. Pharmakritiker Wolfgang Becker-Brüser vom deutschen Fachblatt «Arznei-Telegramm» fordert seit langem eine Marktrücknahme aller Cox-2-Hemmer. Sie hätten alle dieselben Risiken. In der Schweiz ist jetzt nur noch Celebrex auf dem Markt.
Auch die unabhängige Schweizerische Medikamenten-Informationsstelle SMI empfiehlt Bextra-Patienten, auf ein herkömmliches Rheumamittel umzustellen.
Alternativen zu Bextra finden Sie auf unserem Merkblatt «Medikamente bei Rheuma» unter www. gesundheitstipp.ch.
(sm)
13. April 2005
