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Billette lassen sich jetzt auch zu Hause drucken. Das ist bequem - birgt allerdings auch Risiken.
Schlange stehen am Schalter? Oder am Automaten? Wer dazu keine Lust hat, kann sein Bahnbillett auf seinem Computer drucken. Schwierig ist das nicht.
Zuerst muss der Bahnkunde ein Konto mit Benutzernamen und Passwort einrichten. Dann gibt er die gewünschte Strecke ein und wählt sein Billett. Anschliessend Geburtsdatum und Kreditkartennummer eingeben - und schon kann die Fahrkarte gedruckt werden. Zum gleichen Preis wie am Schalter.
Das Angebot der SBB hat allerdings einige Haken:
- Billette für Strecken innerhalb von Tarifverbunden sind nicht erhältlich (etwa Zürich-Wädenswil).
- Onlinetickets können nicht zurückgegeben werden.
- Sie sind nur am im Voraus festgelegten Tag gültig (bei Strecken über 115 km an je einem Tag für Hin- und Rückreise).
- Die Billette sind nicht übertragbar. Der Reisende muss sich mit Halbtaxabo, Pass oder Identitätskarte ausweisen.
Billette vom eigenen Drucker gibts auch für Veranstaltungen. Wer zum Beispiel seine Eintrittskarte bei Starticket druckt, zahlt keine Vorverkaufsgebühr.
Nicht ein Billett, aber immerhin den Strichcode können Kunden der Berner Kinokette Quinnie drucken. Mit dem Strichcode lassen sich am Automaten im Kinofoyer die Billette ausdrucken.
Vorteile: Kinofans erhalten die gewünschten Plätze, müssen nicht Schlange stehen und Billette nicht im Voraus abholen. Geld lässt sich aber nicht sparen: Die Billette kosten pro Kauf zusätzlich Fr. 1.50.
Voraussetzung fürs Ausdrucken von Billetten ist bei den meisten Anbietern das Programm Adobe Reader. Kostenloser Download unter www.adobe.de. Ferner brauchts einen Tintenstrahl- oder Laserdrucker mit einer Auflösung von mindestens 300 dpi. Die SBB verlangen zudem weisses Papier. Und: Fast überall muss man per Kreditkarte bezahlen.
Schutz vor Missbrauch
Und wie schützen sich Anbieter von Onlinebilletten vor Missbrauch? Ganz einfach. Die Lesegeräte akzeptieren jeden Strichcode nur einmal - egal, ob es sich dabei um den Originalausdruck oder eine Kopie handelt. Sollte eine zweite Person mit dem gleichen Code Einlass begehren, schlägt das Gerät Alarm. Deshalb: Bewahren Sie den Ausdruck gut auf. Lassen Sie nicht zu, dass ihn jemand kopiert.
Diese firmen bieten tickets zum selber drucken
- www.salon-auto.ch
- www.kino-buelach.ch
- www.paleo.ch
- www.quinnie.ch
- www.sbb.ch
- www.stadedesuisse.ch
- www.starticket.ch
- www.ticketino.ch
23. März 2005 | Marco Diener
