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Das Schmerzmittel Vioxx soll wieder zugelassen werden - und Celebrex und Bextra werden nicht verboten. Dies ist das Resultat einer Konferenz der US-Arzneimittelbehörde.
Das FDA-Beratergremium hat über die Zukunft der Cox-2-Hemmer entschieden - die Abstimmung fiel zu Gunsten der Pharmakonzerne aus: 17 Experten sprachen sich dafür aus, dass das Schmerzmittel Vioxx wieder verkauft werden darf, 15 dagegen. Bei Bextra stimmten 17 für eine weitere Zulassung, 13 dagegen. Das Votum für Celebrex war hingegen mit 31:1 klar.
Doch jetzt enthüllte die «New York Times»: 10 der 32 Experten haben finanzielle Verbindungen zu den Pharmakonzernen Merck und Pfizer, den Herstellern von Vioxx, Celebrex und Bextra. Die Experten hatten von den Firmen vor allem Forschungsgelder erhalten.
9 der 10 Experten mit finanzieller Verbindung zu den Konzernen sprachen sich für die Präparate aus. Hätten sie sich wegen Befangenheit der Stimme enthalten, wären die Vioxx- und Bextra-Entscheide womöglich anders ausgefallen.
Obwohl Celebrex und Bextra weiterhin verkauft werden, sind sich die Experten einig: Für die gesamte Klasse der Cox-2-Hemmer besteht ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Experten sind deshalb der Ansicht, dass sie nur zweite Wahl sein sollten. Zudem solle man sie niedrig dosieren und nur kurzfristig einsetzen.
Die FDA will Anfang April über das weitere Vorgehen bei den Cox-2-Hemmern entscheiden. Dann soll auch festgelegt werden, ob die umstrittene Celebrex-Studie durchgeführt wird. Forscher wollen das Mittel an Herzinfarkt-Patienten testen (Pulstipp 02/05).
(gb)
16. März 2005
