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Artikel | Gesundheits-Tipp 12/2004

"Ich schlafe nur mit Magnetbrille" - Detlef D. Soost, 34

Als Choreograph drillt er angehende Stars und Sternchen. Doch privat dreht sich bei Detlef D. Soost alles um Fitness und Gesundheit.

Detlef Soost, was macht Sie krank?
Faulheit, Lügen, Unehrlichkeit. Das macht mich echt krank.
Sie wirken am TV aggressiv. Gehört das zu Ihrem Image?
Nein. Ich bin einfach so hart mit den Jungen, weil ich möchte, dass sie ihr Ziel erreichen - nämlich Music Star werden. Ein bisschen Lächeln und Talent reichen dazu aber nicht aus. Dafür müssen sie hart an sich arbeiten. Ich selbst hätte in meinen jungen Jahren gerne eine solche Chance gehabt.
Sie bieten Bewegungskurse für 6-Jährige an. Lässt sich damit gut Geld verdienen?
Natürlich verdiene ich damit Geld. Wichtig ist mir aber vor allem, die Begeisterung für die Bewegung weiterzugeben. Viele Kinder können heute nicht mal fünf Schritte rückwärts gehen, ohne umzufallen.

Bewegung und Tanz schaffen zudem ein Selbstbewusstsein, das nicht von materiellen Dingen abhängt. Man braucht nicht die teuerste Jeans oder die neuste Uhr. So was kann einem weggenommen werden. Aber das Können, das kann einem niemand nehmen.
Hatten Sie als Kind eine Neigung zu Übergewicht?
Nein, ich war spindeldürr. Mit 20 Jahren habe ich dann mit Fitness und Krafttraining begonnen. Irgendwann hatte ich richtige Muskeln. Doch dann begann ich Tänzer zu coachen und tanzte selbst immer weniger. Vor etwa drei Jahren wurde ich plötzlich dick. Ich kam mir vor wie ein Elefant im Porzellanladen.

Letzten Januar zog ich die Notbremse und stellte meine Ernährung um. Sonst krieg ich ja plötzlich keine Frau mehr. (lacht)
Wie ernähren Sie sich?
Ich esse wenig Fett, viel Gemüse, tagsüber wenig Kohlehydrate und abends nur Eiweiss - also zum Beispiel Fisch. Ich habe nun 10 bis 15 Kilogramm weniger auf den Rippen und fühle mich gut so.
Was ist Ihr Gesundheitstipp?
Wasser trinken. Es schwemmt aus, entgiftet und hält den Körper in Schwung. In den Popstar-Work-shops habe ich bis zu 6 Liter pro Tag getrunken.
Gehen Sie öfters zum Arzt?
Nein, das letzte Mal war ich vor zwei Jahren beim Arzt. Damals litt ich unter einer üblen Magen-Darm-Geschichte und lag während drei, vier Tagen flach. Ich hatte Hackfleisch aufgetaut und dann nicht richtig durchgebraten. Dafür gehe ich häufig zum Zahnarzt - so alle drei Monate.
Wieso? Heisst das, Sie bleichen ihre Zähne immer wieder neu?
(zögert) Ähhh, ja. Das find ich gut. Früher habe ich das selber gemacht, ich musste mir so einen Gel in den Mund streichen. Aber das lasse ich jetzt, das erledigt jetzt mein Zahnarzt.
Nehmen Sie Medikamente?
Ich schlucke ab und zu ein Aspirin. Vitaminpillen und Mineralstoffe nehme ich täglich - aber das sind ja keine Medikamente.
Aber Vitaminzusätze nützen doch nichts.
O doch, die sind hoch dosiert. Also ich glaube schon, dass die was nützen. Ich sehe das doch an meinen eigenen Leistungsmöglichkeiten.

Durch die viele Arbeit, den Stress und die Bewegung gehen Vitamine verloren. Und ich glaube nicht, dass man das durch die normale Ernährung heutzutage zu hundert Prozent wieder ausgleicht.
Haben Sie ein Gebrechen?
Ja. Ich habe einen Beckenschiefstand von 1,5 Zentimetern. Deshalb haben sie mich mit 14 Jahren bei der Ballettschule nicht genommen. Mein linkes Ohr ist zudem höher als das rechte. Das merke ich immer, wenn ich eine Brille trage.
Wie entspannen Sie sich?
Ich schlafe auf einem Magnetkissen und trage eine Magnetschlafbrille. Die eingearbeiteten Metallschleifen sollen den Körper ins Gleichgewicht bringen und entspannen. Die Brille nehme ich überallhin mit. Ohne die schlafe ich nicht ein. Sie sieht aus wie eine Augenbinde, ist einfach etwas schwerer.
Fehlt nur eine Magnetmatratze.
Ich habe eine Magnetfeldmatte! Auf der entspanne ich mich sicher zweimal pro Woche für ein paar Minuten. Sie ist elektronisch und hat Licht und Ton. Wirklich toll!

08. Dezember 2004 | Gabriela Braun


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