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Allein in der Schweiz suchen Zehntausende Singles einen Partner im Internet (siehe Seite 24 "Auf dass die Liebe ins Netz gehe"). Die meisten beschreiben sich in ihren Online-Inseraten in den höchsten Tönen: Sie sind originell, sportlich und sehen gut aus. Die Enttäuschung folgt dann oft beim ersten Treffen.
In den USA hat sich jetzt innert kurzer Zeit eine neue Art von Kontaktbörsen etabliert: soziale Netzwerke. Sie bauen auf persönliche Empfehlungen und sollen zu «Qualitätskontakten» führen.
Wie auf herkömmlichen Dating-Sites beschreibt sich der Single anhand von Kriterien wie Alter, Grösse, Hobbys usw. In einem zweiten Schritt lädt er dann Freunde per Mail ein, sich ebenfalls zu registrieren und sich selber sowie weitere Freundinnen und Freunde zu charakterisieren.
Diese laden wiederum Freunde ein, dasselbe zu tun. So bildet sich ein Netzwerk von Personen, die sich zwar nicht alle kennen, die aber gemeinsame Freunde haben.
Wer jetzt also mit einer ihm unbekannten Person Kontakt aufnehmen will, kann sich ein ganz gutes Bild von ihr machen dank Eigenbeschrieb, Gästebuch und den Links zu den Freunden.
In den USA werden auf diese Art nicht nur Partner gefunden, sondern alle Arten von Beziehungen geknüpft - bis hin zu Nischen-Netzwerken, beispielsweise von Ornithologen.
Das grösste soziale Netzwerk im deutschsprachigen Raum heisst www.myfriends.de.
30. Juni 2004