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In der Langzeitpflege sind viele am Anschlag und möchten aus dem Job aussteigen. Fachleute warnen: Die Langzeitpflege ist auf Dauer nicht gesichert.
Ein Desaster bahnt sich in Pflege- und Altersheimen an: Die Zahl der Pflegenden bleibt gleich, doch immer mehr Menschen sind pflegebedürftig. Mehr noch: Fast die Hälfte der Krankenschwestern und Pfleger möchten aus dem Beruf aussteigen. Und in ambulanten Pflegebetrieben wie etwa der Spitex überlegt sich jede dritte Person eine berufliche Veränderung. Dies zeigt eine Studie der St. Galler Wirtschafts-Consulting (SWC).
«Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass gehandelt werden muss», so die Projektleiterin der Studie, Hedwig Prey. «Die Langzeitpflege ist so auf Dauer nicht mehr gesichert.» Für die Studie befragte die Wirtschafts-Consulting 255 Institutionen und 3021 Personen.
Als Grund für einen Berufswechsel geben die Ausstiegswilligen vor allem die hohe emotionale und körperliche Belastung an. Der Job ist sehr anstrengend. Am zufriedensten sind Pflegende in kleinen, überschaubaren Betrieben. Ausgezeichnete Werte weisen Kleinstbetriebe im ambulanten Bereich mit nicht mehr als neun Vollzeitstellen auf. Je mehr Angestellte ein Betrieb dann jedoch beschäftigt, desto schlechter wird das soziale Klima. Ähnlich verhält es sich mit dem Arbeitsumfang: Je geringer das Pensum ist, desto besser wird das soziale Klima bewertet und umso zufriedener ist das Personal.
(gb)
18. Februar 2004
