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Am 18. Mai wird über die Initiative «Ja zu fairen Mieten» des Schweizerischen Mieterverbands abgestimmt. Die Immobilienverbände wollen die Initiative zu Fall bringen und empfehlen ihren Mitgliedern, pro Mietobjekt mindestens 2 Franken an den Abstimmungskampf beizutragen.
Unverschämt: Viele Liegenschaftenverwaltungen ziehen den Hauseigentümern ohne deren Gegenbericht diesen Betrag vom Konto ab. Bei rund zwei Millionen Wohnungen in der Schweiz kommen so 4 Millionen Franken zusammen. Geld, das letztlich von den Mieterinnen und Mietern berappt wird. «Dieses Vorgehen ist ziemlich dreist, denn hier werden Mieterfranken abgezügelt», empört sich Niklaus Scherr, Geschäftsleiter des Mieterinnen- und Mieterverbands Zürich.
Schaeppi Grundstücke in Zürich ist eine der Verwaltungen, die den Hauseigentümern den Betrag belastet, sofern sich diese nicht dagegen wehren. Geschäftsführer Martin Schaeppi zu den Vorwürfen: «Die Mieterträge gehören den Eigentümern. Zudem erachten wir es als legitim, die Miet-Initiative zu vereiteln und auch auf diesem Weg die nötigen Mittel zu beschaffen.»
jeb.
16. April 2003
