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Die Mainzer Firma Emotion-World versprach in Deutschland, Österreich und der Schweiz Gratis-Autos und tolle Nebenverdienste (K-Tipp 1/03).
Das hätte auf der Basis eines schneeballähnlichen Systems funktionieren sollen. Emotion-World köderte so weit über 3000 Leute, die je 750 Franken als «Clubbeitrag» einzahlten.
Sie alle werden, wie der K-Tipp bereits warnte, vergeblich auf ihr Traumauto warten. Der Grund:
Die Mainzer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Emotion-World wegen Betrugsverdachts.
Ausgestiegen ist jetzt der Schweizer Geschäftspartner von Emotion-World, Erwin Kiefer. Er hat fristlos gekündigt, und zwar nachdem er festgestellt habe, dass Emotion-World seine Mitglieder «vorsätzlich arglistig täuscht», wie er dem K-Tipp versichert.
Kiefer tut gut daran, denn seine Bewährungsfrist ist noch nicht abgelaufen. In Österreich wurde er nämlich zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt - weil er
als Geschäftsführer einer Baufirma die obligatorischen Krankenversicherungsbeiträge unterschlagen hatte.
Der Emotion-World-Geschäftsführer Günter Röll ist übrigens auch keinunbeschriebenes Blatt: Vor über zehn Jahren arbeitete er eng mit dem als «Brabham-Lüthi» bekannten Betrüger Joachim Lüthi zusammen.
(kel)
12. Februar 2003
