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Cybot ist ein cleverer Roboter, der denken kann.» Schlau findet sich wohl auch dessen Vermarkter: Der De-Agostini-Verlag aus Hamburg (D) wirbt an Kiosken in der Schweiz und in Deutschland für seine 14-täglichen Hefte «Real Robots». Diese enthalten Bauteile für einen Spielzeugroboter.
saldo-Leserin Silvia Strässle aus Gränichen AG hat nach dem vierten Heft die Sammlung für ihre Kinder abgebrochen. «Das Ganze wäre viel zu teuer gekommen. Der Verlag suggeriert, dass der Roboter nach vier Ausgaben komplett sei. Doch Jugendliche müssen immer weitere Hefte kaufen.» Zurzeit liegt Heft 7 für Fr. 14.90 an Kiosken auf.
Auch auf seiner Homepage sagt der De-Agostini-Verlag nicht, wie viele Hefte gekauft werden müssen. Geschäftsführer Vincenz Murray: «Wer will, kann die Sammlung vorher beenden. Cybot funktioniert trotzdem, verfügt dann einfach nicht über alle Funktionen.» Erst auf Nachfrage räumt der Verlag ein, dass «momentan 40 Ausgaben geplant sind». Jugendliche oder deren Eltern müssten also 587 Franken für den kompletten Real-Roboter hinblättern.
Zum Vergleich: Im Spielwarenhaus Franz Carl Weber kostet der teuerste Roboter 379 Franken.
MM
05. Juni 2002
