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Junior-Karte, Regional-Pass, Flexi-GA: Wer günstig mit der Bahn reisen will, muss sich über die verschiedenen Angebote informieren - es lohnt sich.
Reisen mit der Bahn ist in der Schweiz teuer: Zürich- Genf retour kostet in der 2. Klasse 140 Franken, Basel-Lugano 145 Franken und Bern-St. Moritz gar 174 Franken (alle Preise ab 1. Mai).
Kein Wunder, dass zwei Millionen Zugreisende mit einem Halbtax-Abo unterwegs sind und weitere 240 000 mit einem Generalabonnement (GA).
Doch es gibt auch weniger bekannte und weniger verbreitete Vergünstigungen, die sich lohnen. Hier eine Übersicht:
Für Kinder
- Junior-Karte: Grundsätzlich zahlen Kinder von 6 bis 16 Jahren den halben Preis. Für sie lohnt sich deshalb der Kauf einer Junior-Karte. Die Junior-Karte kostet pro Kind 20 Franken, ab dem dritten Kind ist sie gratis. Sie berechtigt überall da, wo auch das Halbtax-Abonnement gültig ist, zu Gratisfahrten. Also auch im Postauto, auf dem Schiff und in vielen Bergbahnen.
Bedingung: Ein Elternteil muss dabei sein. Gratis fahren Kinder mit der Karte übrigens auch auf den Netzen etlicher städtischer Verkehrsbetriebe. Zudem ist der Eintritt zur Expo.02 mit Junior-Karte gratis.
Und was viele nicht wissen: Die Junior-Karte berechtigt am Bahnhof zu Gratis-Velomiete und zu Gratis-Velotransport.
Übrigens: Als «Eltern» gilt auch der neue Partner einer getrennt lebenden Mutter oder die neue Partnerin eines Vaters. Allerdings können sich nicht mehr als zwei Personen als Eltern auf der Junior-Karte eintragen lassen. Statt die Karte dauernd weiterzureichen, kann man sie duplizieren lassen.
- Kindertageskarte: Wenn allerdings der Götti mit seinem Patenkind oder die Grossmutter mit ihren Enkeln unterwegs ist, gilt die Junior-Karte nicht. Das Kind bräuchte also ein Billett zum halben Preis. Günstiger ist häufig die Kindertageskarte. Sie kostet in der 2. Klasse 15 Franken. Sie lohnt sich also schon für Retourfahrten auf Strecken wie Zürich- Schaffhausen und Bern- Neuenburg. Bedingungen: Der begleitende Erwachsene besitzt ein Halbtax-Abo oder ein GA. Und pro Erwachsenen dürfen höchstens vier Kinder mitreisen.
Für Erwachsene
- Flexi-Generalabo: Viele Gemeinden, aber auch der Verkehrsclub der Schweiz (VCS) und Quartierläden haben so genannte Flexi-GAs angeschafft. Das sind 365 einzelne datierte Tageskarten. Der Benützer muss kein Halbtax-Abo besitzen.
Die Preise variieren je nach Anbieter zwischen etwa 25 und 40 Franken. Beim VCS kosten die Tageskarten für Mitglieder 29 Franken, sonst 39 Franken. Hinzu kommt eine Versandgebühr von Fr. 2.50. Bestell-Telefon: 0848 841 148.
Wichtig: Wer das Flexi-GA an einem bestimmten Tag braucht, kauft es mit Vorteil ein paar Tage bis Wochen im Voraus. Sonst ist es vielleicht schon weg.
- Tageskarten zum Halbtax-Abo: Diese sind wesentlich teurer. Sie kosten in der 2. Klasse 52 Franken. Vorteil: Sie sind nicht datiert. Das heisst: Bei schlechtem Wetter können Sie einen Ausflug verschieben, ohne dass die Tageskarte verfällt.
- Monatskarte zum Halbtax-Abo: Wenn Sie ein Halbtax-Abo besitzen und während Ihrer Ferien in der Schweiz die öffentlichen Verkehrsmittel intensiv nutzen wollen, könnte sich der Kauf eines Monats-GAs lohnen. Es kostet in der 2. Klasse 350 Franken.
Für Städtereisende
- City-Ticket: Wer einen Ausflug in eine Schweizer Stadt macht und dort auch die städtischen Verkehrsmittel benützen möchte, kauft am besten ein so genanntes City-Ticket. Für einen geringen Aufpreis berechtigt es am Reisetag zu beliebig vielen Fahrten am Zielort.
Mit Halbtax kostet beispielsweise ein normales Retourbillett 2. Klasse von Bern nach Basel Fr. 33.50, das City-Ticket Fr. 36.50. City-Tickets sind für insgesamt 23 Schweizer Städte erhältlich.
Für Ausflügler
- Regional-Pässe: Als GA für eine bestimmte Region eignen sich die diversen Regional-Pässe. Sie berechtigen während einer Dauer von zwei bis zehn Tagen zu unbeschränkten Fahrten mit den meisten Transportmitteln. Regional-Pässe gibts fürs Genfersee-Gebiet und das Waadtland, für die Region Lausanne/ Montreux/Vevey, das Oberwallis, das Berner Oberland, die Zentralschweiz, Graubünden und die Region Lugano.
Beispiel: Ein Regionalpass Oberwallis, der an drei frei wählbaren Tagen innerhalb einer Woche gültig ist, kostet für Halbtax-Abo-Besitzer 104 Franken. Ein Prospekt mit allen Regional-Pässen ist bei der Lötschbergbahn erhältlich, Tel. 031 327 27 27.
- Railaway: Unter diesem Namen gibts kombinierte Bahn- und Eintrittsbillette. Etwa fürs Alpamare in Pfäffikon SZ, die Glasi in Hergiswil NW oder das Olympische Museum in Lausanne. Die Rabatte betragen je nach Angebot 10 bis 30 Prozent.
So kostet ein Ausflug ins Verkehrshaus Luzern ab Basel mit Halbtax-Abo in der 2. Klasse Fr. 51.10. Das Railaway-Ticket kommt auf Fr. 46.40 zu stehen.
Für Ausländer
- Swiss-Travel-System: Ausländern, die zu Besuch kommen, empfehlen Sie am besten die Angebote aus dem Swiss-Travel-System.
Der Swiss-Pass ist ein GA mit beschränkter Gültigkeitsdauer - von 3 Tagen bis zu einem Monat frei wählbar. Für 22 Tage kostet er in der 2. Klasse 475 Franken. Der Swiss-Flexi-Pass ist ebenfalls ein GA. Er ist an frei wählbaren Tagen gültig. Acht einzelne Tage innerhalb eines Monats kosten 420 Franken. Ab zwei gemeinsam Reisenden gibts Rabatt. Beim Swiss-Pass können auch junge Erwachsene unter 26 Jahren von einer Vergünstigung profitieren.
Die Swiss Card berechtigt zur Reise ab der Grenze oder dem Flughafen an den Ferienort und zurück. Zudem gilt sie während eines Monats als Halbtax-Abo. Sie kostet 165 Franken.
Zu allen Swiss-Travel-System-Angeboten gibts die Familienkarte gratis. Kinder bis 16 Jahre bezahlen also nichts, sofern ein Elternteil mitreist. Die Angebote des Swiss-Travel-Systems können aber nur Leute nutzen, die im Ausland (ausser Liechtenstein) wohnen.
Marco Diener
Viele Bündner Bahnen fahren einen Extrazug: Sie verlangen von GA- und Halbtax-Abo-Besitzern den vollen Fahrpreis
Das GA hat aufgeschlagen und auch das Halbtax wird bald teurer: Ihre Leistungen haben jedoch abgenommen.
Seit dem 1. Dezember kostet das Zweitklass-Generalabo 2900 statt 2800 Franken. Und das Halbtax-Abo für zwei Jahre kostet ab 1. Mai 250 statt 222 Franken.
Trotz des Aufschlags sind die Abos aber immer weniger wert. Bereits seit letztem Sommer gewähren zwölf Bergbahnen in Nordbünden den Besitzern von GA und Halbtax-Abo keine Ermässigung mehr. Und am 1. Mai werden sich sechs Bergbahnen im Oberengadin aus dem Verbund verabschieden.
Der Grund für die Austritte: Das Geld aus dem Halbtax-Pool wird anders verteilt. Neu bekommen beispielsweise auch die Basler und die Zürcher Verkehrsbetriebe Geld. Dafür erhalten andere Transportunternehmen weniger. Etliche Bündner Bergbahnen akzeptieren diese neue Politik nicht.
Der Austritt aus dem Halbtax-Verbund hat Konsequenzen für Familien. Bahnen, die das Halbtax-Abo nicht akzeptieren, müssen auch die Junior-Karte nicht anerkennen. Das heisst: Eltern zahlen den vollen statt den halben Preis, Kinder zahlen den halben Preis, statt gratis zu fahren.
Die Bahnen in folgenden Bündner Ortschaften verlangen seit letztem Sommer oder ab 1. Mai von GA- und Halbtax-Abonnenten den vollen Fahrpreis:
- Arosa, Bernina-Lagalb, Celerina, Davos, Flims, Klosters, Lenzerheide, Pontresina, Punt Muragl, Savognin und St. Moritz.
Nicht alle Bündner Bergbahnen sind jedoch aus dem Verbund ausgestiegen. Die Besitzer von GA oder Halbtax fahren an folgenden Orten nach wie vor zum halben Preis:
- Bernina-Diavolezza, Ftan, Schuls, Sils, Surlej.
Wenig kundenfreundlich sind allerdings nicht nur Bündner Bergbahnen. Einen Extrazug fährt auch die Brig-Visp-Zermatt-Bahn: Für die Retourfahrt 2. Klasse zahlen GA-Besitzer happige 30 Franken. Andere Bahnen mit vergleichbaren Strecken verlangen nichts.
Und die Luganersee-Schifffahrtsgesellschaft verlangt von GA-Besitzern auf dem Luganersee den halben Preis. Auf allen anderen grösseren Schweizer Seen haben GA-Besitzer sonst freie Fahrt.
Checkliste - Reise-Apotheke
So haben Sie Ihren «Doktor» immer dabei
Bevor Sie packen
- Erstellen Sie eine Liste mit Angaben über Blutgruppe, Impfungen, Allergien, chronische Leiden, Medikamentenkonsum, Schwangerschaft und Ähnliches.
- Kaufen Sie eine Ersatzbrille oder -linsen und Ersatzbatterien für das Hörgerät.
In der Reise-Apotheke
- Persönliche Medikamente (inkl. Arztrezept)
- Mittel gegen Durchfall
- Medikament gegen Reisekrankheit und Übelkeit
- Schmerzmittel
- Mittel gegen Magenverstimmung
- Tabletten oder Zäpfli gegen Fieber und Krämpfe
- Bei Bedarf: Allergie-Mittel, vom Arzt verschrieben
- Antibiotikum vom Arzt
- Mittel gegen Erkältung
- Ohrentropfen
- Salbe gegen Wundinfekte
- Sonnenschutzmittel, wasserfest, Schutzfaktor mindestens 16
- Augentropfen
- Lippenschutz
- Anti-Insekten-Spray oder -Crème für Kleider, Haut
- Präservative
- Fieberthermometer
- Wund-Desinfektionsmittel
- Verbandsmaterial (Heftpflaster, Pinzette, Gaze, elastische Binde, Schere, Sicherheitsnadeln)
Nummern für den Notfall
- Sanitäts-Notruf: 144
- Feuerwehr: 118
- Polizei: 117
- REGA: In der Schweiz Tel. 1414, aus dem Ausland Tel. 0041 333 333 333
Weitere Nummern
- Krankenkasse
- Geschäft
- Versicherungen
- Vermieter
- Freunde, Verwandte, Nachbarn
01. März 2002
