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Den ganzen Tag «nur» gesessen und abends trotzdem völlig ausgelaugt - kein Wunder, denn Bildschirmarbeit ist Schwerarbeit. Gezielte Übungen der Spitzensportlerin und Wellness-Trainerin Jacqueline Schneider halten Sie im Büro fit.
Jacqueline Schneider ist zehnfache Schweizer Meisterin im Turmspringen; an der Olympiade 2000 in Sydney erreichte sie mit ihrer Partnerin den achten Rang im Synchronspringen. Im Einzelwettkampf musste sie krankheitshalber passen.
Neben dem Sport ist sie als Wellness-Trainerin tätig; sie berät Firmen im Bereich Ergonomie am Arbeitsplatz und gibt Rückenseminare.
Dehnen und kräftigen
Rückenschmerzen und Verspannungen treten bei der Bildschirmarbeit häufig auf. Viele Beschwerden liessen sich durch regelmässiges Dehnen und mehr Bewegung vermeiden.
Die einfachen Übungen von Jacqueline Schneider gleichen die einseitige Belastung der Wirbelsäule und der Rückenmuskulatur aus. Und sie helfen, die verkrampfte Muskulatur zu dehnen und teilweise zu kräftigen.
Die Übungen können Sie überall und jederzeit absolvieren, ohne dabei die Kolleginnen und Kollegen im Büro zu stören.
Das gilt für alle Übungen
- Führen Sie sie langsam und fliessend aus. Vermeiden Sie abruptes Bewegen.
- Atmen Sie während der ganzen Übung ruhig durch und entspannen Sie sich. In den Phasen der Anstrengung sollte man ausatmen.
- Brechen Sie eine Übung ab, wenn Schmerzen auftreten.
- Die Reihenfolge der Übungen spielt keine Rolle. Sie können sie zudem nach Lust und Laune mehrmals am Tag wiederholen. Und wann immer es Ihnen passt, eine bis zwei Minuten lang eine oder mehrere Übungen ausführen.
- Achten Sie insbesondere bei der aufrechten Sitzhaltung darauf, dass...
...der Winkel zwischen Unter- und Oberschenkel etwas mehr als 90 Grad beträgt,
...die Füsse hüftbreit auseinander und fest auf dem Boden stehen,
...Sie Ihre Schultern und Arme locker hängen lassen.
Eine halbe Stunde bewegen reicht bereits
Sinnvoll ist es, die Übungen durch viel Bewegung zu ergänzen. Im Büro, indem man etwa auf den Lift verzichtet, Unterlagen selber holt oder beim Telefonieren steht.
Wer sich nicht bewegt, vergibt eine grosse Chance, gesund alt zu werden. Laut dem Bundesamt für Gesundheit genügt schon eine halbe Stunde Bewegung pro Tag, um gesundheitlich zu profitieren. Und: Es muss nicht Sport sein, Spazieren zum Beispiel reicht bereits aus, damit Sie weniger anfällig sind auf Krankheiten und Beschwerden. Zudem hellt Bewegung die Stimmung auf. In der dunklen Jahreszeit ist das besonders nützlich.
Es lohnt sich deshalb, zu Fuss zum Bahnhof zu gehen, zwei Stationen vor dem Ziel aus dem Tram zu steigen oder statt mit dem Bus per Velo zum Rendez-vous zu fahren.
Zusammen mit den speziellen Übungen von Jacqueline Schneider verfügen Sie damit über ein «Bewegungsprogramm», das nicht nur gut tut, sondern auch Spass macht.
Stephan Pfäffli
01. Januar 2001
