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Verdorbene Eier - Migros stoppte Eierproduktion
Migros-Ostereier mit einer Keimzahl weit über dem Toleranzwert: Der Grossverteiler hat auf den K-Tipp-Artikel reagiert und das Leck gestopft.
«Aufgepasst bei Ostereiern», warnte der K-Tipp in diesem Frühjahr (Ausgabe 6/01). Nach dem Kochen können Keime durch die poröse Ei-Schale ins Innere dringen und sich dort rasant vermehren. Erst die industrielle Färbung stoppt diesen Prozess.
Der K-Tipp hatte Ostereier aus 18 Läden testen lassen und dabei ungekühlt gelagerte Eier aus der Migros Worb beanstandet: Die Gesamtkeimzahl betrug 60 Millionen pro Gramm Ei - 600 Mal mehr als der Toleranzwert.
Daraufhin hat die Migros eine Untersuchung eingeleitet. Resultat: In einem Färbebetrieb fand die Migros tatsächlich Eier mit Keimzahlen, die über dem Toleranzwert lagen. Migros-Marketingleiter Peter Diethelm lokalisierte den Infektionsherd auf dem Fliessband, das die Eier zum Färben transportiert.
In der Folge stoppte die Migros die Produktion vorübergehend. Der Lieferant hat Kocher und Transportbänder zerlegt und desinfiziert - «und alle Messergebnisse sind seither okay», versichert Diethelm.
Ob die Migros auch gekochte Eier gekühlt lagern müsste, ist für Diethelm weiterhin keine Frage: «Es zeigte sich, dass es sich nicht um ein Kühlproblem handelte».
(sei)
23. Mai 2001
