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t sind jedoch nicht alle Windeln ihr Geld wert.
Herr und Frau Meier haben zwei Babys, Elena und Sandrine. Gem?ss
schweizerischem Durchschnitt wechselt – haupts?chlich – Frau Meier die Windeln jedes Babys sechsmal pro Tag. Nimmt sie Libero von der Epa f?r 72 Rappen das St?ck, kostet dies f?r beide Babys Fr. 8.65 pro Tag. Kauft aber Herr Meier Helen-Harper-Windeln bei Jumbo f?r 38 Rappen das St?ck, kostet dies nur Fr. 4.55. Dann sparen Meiers jeden Tag Fr. 4.10 – oder 1500 Franken pro Jahr. Ein Vergleich lohnt sich.
Kassensturz hat zusammen mit der Westschweizer Konsumentensendung A bon
Entendeur neun der meistverkauften Wegwerfwindeln in einem unabh?ngigen Labor getestet. Untersucht wurde die Juniorgr?sse 9 bis 25 Kilo. Am besten abgeschnitten haben Pampers Premiums. Sie sind tags?ber wie nachts leistungsf?hig und halten das Baby trocken. Mit 71 Rappen pro Windel geh?ren sie aber zu den teuersten.
Nur Moltex verwendet keine Bleichmittel
Schlecht abgeschnitten haben M-Budget, Huggies und Milette, alle von Migros. Sie halten in der Nacht nicht ganz dicht. Produktemanagerin Gabriela Luternauer: «Die Resultate basieren auf einem Test, der mit Puppen im Labor gemacht worden ist.» Laut eigenen Tests seien die Windeln sehr saugf?hig und komfortabel.
Unabh?ngig von ihrer Qualit?t belasten Wegwerfwindeln die Umwelt. Allein in der Schweiz werden j?hrlich 336 Millionen St?ck im M?ll verbrannt. Die Hersteller verzichten aus Hygienegr?nden auf Recycling-Papier. Bis ein Kind trocken ist, verbraucht es die Papiermenge von 5 bis 12 B?umen.
Pampers und Co. sind nur dank chemischer Bleichmittel strahlend weiss. Einzig der deutsche Windelproduzent Moltex verzichtet auf gebleichten Zellstoff und reduziert so seine Gew?sserbelastung um die H?lfte. Immerhin: Marktf?hrer wie Procter & Gamble (Pampers) haben mittlerweile Hormongifte wie Tributylzin (TBT) eliminiert. Greenpeace testete letzten Sommer 15 Windeln – nur die Cosies Premium Unisex war noch mit TBT belastet.
Allerdings leiden fast alle Kleinkinder auch ohne Giftstoffe unter Windelausschl?gen. Denn im Treibhausklima der Plastikh?schen kommt die Haut in Kontakt mit Urin und Kot – dank Feuchtigkeit und W?rme spriessen Bakterien und Pilze. Folge: Die Babypopos entz?nden sich, es entstehen Hautverh?rtungen. Oberarzt Jan Izakovic von der Dermatologischen Uniklinik Basel: «Dermatologisch getestete Wegwerfwindeln geben keine Garantie, dass es nicht zu Windelausschl?gen kommt.» Er r?t, bei Entz?ndungen oder eiternden Blasen nach einer Woche zum Kinderarzt zu gehen.
Die Tipps des Dermatologen gegen Windelausschlag:
- Baby sanft und gr?ndlich mit weichem Lappen und warmem Wasser, ohne Seife, reinigen. Windeln erst anziehen, wenn die Haut trocken ist.
- Windeln sollen nicht zu eng verschliessen: Das reibt und sch?digt die Haut.
An der frischen Luft verheilt die Entz?ndung am besten. Deshalb t?glich w?hrend einiger Zeit keine Windeln anziehen.
Peter Basler, Marc Meschenmoser
28. März 2001
