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Das Fernsehkabel machts möglich: Mit einem Spezialmodem wird der TV-Anschluss zu Hause zum Schnelleinstieg ins Internet.
Technisch schlägt die Kabelbuchse den Telefonanschluss deutlich: Via TV-Kabel lässt sich mit einer Übertragungsrate von 512 Kilobit (Kbit) pro Sekunde bis zu achtmal schneller surfen als über die Telefonleitung (bis 64 Kbit/s). Der Telefondraht reicht zwar zum Herunterladen einfacher Webseiten, neuste Anwendungen wie Internet-Audio und -Video verlangen jedoch grössere Datenraten. Auch wer Software herunterlädt, kann mit der Kabeltechnologie schnell einige Minuten sparen. Der beträchtliche technische Aufwand für die Installation des Kabelsurfens kann allerdings Techniklaien überfordern.
Doch für Vielsurfer überwiegen die Vorteile dennoch: Die Kabelbetreiber verlangen zwar eine fixe Grundgebühr pro Monat, dafür fallen keine Telefongebühren an. Das Kabelabo ermöglicht so, 24 Stunden online zu sein. Die Telefonleitung bleibt dabei frei, Anrufer hören also nicht mehr ständig nur das Besetztzeichen. Auch die mühsamen Wartezeiten beim Verbindungsaufbau fallen weg, und es lässt sich mit sehr hoher Geschwindigkeit surfen.
Allerdings nicht immer gleich schnell: Denn die Bandbreite zur Datenübertragung wird unter allen zur selben Zeit aktiven Surfer der gesamten Nachbarschaft aufgeteilt. Zudem ist der Datendurchsatz beim Verschicken von Daten ("Up-Surfen") kleiner, als wenn Daten aus dem Internet heruntergeladen werden ("Down-Surfen").
Jeder Kabelanbieter führt verschiedene Angebotspakete. Sie unterscheiden sich vor allem bezüglich Surf-Geschwindigkeit und der maximalen Datenmenge, die ohne Aufpreis übertragen werden kann. Zusätzlich zum Abopreis müssen Kabelsurfer auch noch die Kosten für die Modemmiete einkalkulieren. Die Tabelle führt einige Packages wichtiger Kabelbetreiber auf und zeigt die einzelnen Kostenfaktoren im Überblick.
Katrin Heggli
Technische Ausstattung
Was braucht es, um auf dem schnellsten Weg ins Internet einzu steigen?
1. Einen Fernseh-Kabelanschluss.
2. Eine "rückwärtstaugliche" Hausverteilanlage. Sie muss auch Daten senden können, nicht nur empfangen.
3. Ein Internetabonnement bei Ihrem Kabelanbieter.
4. Technisches Zubehör: Ein Kabelmodem muss beim Anbieter gekauft oder gemietet werden. Für die Verbindung von Kabelanschluss und Modem braucht es ein HF-Kabel und zwischen Modem und PC ein Datenkabel. Der PC muss über eine Ethernet-Netzwerkkarte verfügen.
13. September 2000
