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Artikel | K-Tipp 4/2000

Beste Netz-Abdeckung: Der Swisscom-Trumpf sticht

Mobiltelefonieren: Swisscom macht ihre höheren Preise mit besseren Leistungen wett.

Der K-Tip hat Preise und Dienstleistungen der Mobiltelefongesellschaften Swisscom, Diax und Orange verglichen.

Gratis oder stark verbilligt bieten Händler Mobiltelefone in Massen feil. Aber: Wenn Sie zugreifen, verpflichten Sie sich in der Regel, für ein halbes Jahr bei einer bestimmten Telefongesellschaft zu bleiben (siehe K-Tip 13/99).

Die Frage ist nur: Welcher Telefongesellschaft soll man den Vorzug geben?

Nicht nur Neukunden müssen sich das fragen; auch "bestandene" Mobiltelefonierer können jetzt überlegen, ob sie zu einer anderen Gesellschaft wechseln wollen.

Denn ab dem 1. März dürfen alle Handy-Benützer ihre alte Mobil-Rufnummer zu einer neuen Gesellschaft "mitnehmen".

Dies trifft aber nicht zu, wenn Sie sich neu für eine so genannte Prepaid-Karte entscheiden (Erklärung unten).

Die drei Anbieter Swisscom, Diax und Orange buhlen auf verschiedene Weise um Kundinnen und Kunden. So lockt zum Beispiel die Swisscom mit Tiefstpreisen am Wochenende, Diax mit Gratisminuten, die im Abonnement enthalten sind, und Orange verspricht Rabatte ab 30 Gesprächsminuten pro Monat.

Der K-Tip listet anhand von vier Muster-Benützern auf, mit welchem Angebot Sie finanziell am besten fahren.

Passt keines der Modelle genau auf Ihre Gewohnheiten, können Sie im Internet unter www.tel-tarif.ch und www.bbb.ch Ihre eigenen Berechnungen anstellen.

Weiter zeigt ein Überblick der Dienstleistungen, welche Telefongesellschaften welche Anforderungen erfüllen (siehe Seite 34).

In den Muster-Berechnungen sind nur Anrufe ins Schweizer Mobilnetz enthalten, aber keine Anrufe ins Ausland.
Verglichen wurden die folgenden Angebote:

° von Diax: Pronto, Diax 15, Diax 175, Diax 300;
° von Orange: Prepay, Plus 100, Personal, Professional;
° von Swisscom: Natel Easy, Natel Private, Natel Swiss, Natel International, Natel Business.

Die Zahlen in den Abo-Namen Diax 15, 175, 300 und Orange Plus 100 stehen für die Anzahl der kostenlosen Gesprächsminuten, die im Abo-Preis enthalten sind. Die Gratisminuten bei Plus 100 gelten aber nur am Wochenende und wochentags zwischen 19 und 7 Uhr.

Der K-Tip und das Online-Magazin www.tel-tarif.ch haben die Kosten für die vier Muster-Benützer durchgerechnet und grafisch dargestellt (siehe Seite 35). In der Grafik sind nur die sechs bis acht günstigsten Angebote berücksichtigt. Bei allen Berechnungen sind anfallende Abo-Kosten eingerechnet.


Diax hat bei den Preisen die Nase vorn

Der Muster-Benützer im Modell 1 telefoniert 20 Minuten pro Monat, davon 10 Minuten tagsüber sowie je 5 Minuten am Abend und am Wochenende oder nachts. Er verschickt auch 3 SMS (schriftliche Kurznachrichten, "Short Message Service").

Diax Pronto ist für diesen Muster-Benützer am billigsten. Die Differenz zu Orange Pronto und Natel Easy ist aber nicht gross.

Im Modell 2 telefoniert eine Benützerin 20 Minuten pro Monat, davon nur 4 Minuten am Tag sowie je 8 Minuten am Abend und am Wochenende oder nachts. Dazu kommen 12 SMS.

Hier gewinnt Diax deutlicher als im Modell 1 vor Orange Prepay und Natel -Easy von Swisscom.

Die Muster-Modelle 1 und 2 bestätigen: Wenn Sie nicht mehr als 25 Minuten pro Monat mobiltelefonieren, sollten Sie Prepaid-Karten einem Abo vorziehen (siehe Erläuterung im Kasten auf Seite 33).

Sogar die billigsten Abos - Diax 15 und Orange Plus 100 - sind keine Alternativen: Sie sind über 40 Prozent teurer als Diax Pronto.

Siegerin beim Muster-Benützer 3 ist Diax 75, knapp vor Orange Plus 100. Dieser Muster-Benützer drückt sich das Handy 100 Minuten pro Monat ans Ohr, davon 40 Minuten tagsüber und je 30 Minuten abends und am Wochenende oder nachts. Dazu verschickt er 10 SMS.

Klare Siegerin beim Modell 4 ist Orange Plus 100. Der Mobilbenützer 4 telefoniert 150 Minuten pro Woche, vorwiegend am Wochenende oder nachts (70 Minuten) und am Abend (60 Minuten), tagsüber nur 20 Minuten. Zusätzlich schickt er 50 SMS pro Monat. Das zweitplatzierte Diax 75 ist bereits 10 Prozent teurer als Orange Plus 10

23. Februar 2000


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