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Test | K-Tipp 07/2009

Epilierer

Nur vier von acht Haarentfernern erhielten im K-Tipp-Test die Note «gut». Grund: Bei der Hälfte der Geräte war das Epilierergebnis nur «genügend». Immerhin: Einen guten Epilierer gibt es für weniger als 100 Franken.

Haare an den Beinen oder unter den Achseln sind bei Frauen meist unerwünscht. Doch wie wird man den lästigen Haarwuchs am besten los? Die Rasur geht zwar schnell – doch genauso schnell sind die Haare wieder nachgewachsen. Und eine Haarentfernung mit Wachs kann sehr mühsam sein. Epiliergeräte hingegen zupfen laut den Herstellern lästige Häarchen aus – samt den Haarwurzeln. Die Haut soll sich so glatt anfühlen, das Haar langsamer und mit zarten Spitzen nachwachsen, sodass es sich nicht stoppelig anfühlt. Bei regelmässiger Anwendung würden mit der Zeit auch weniger Haare spriessen.

Epilieren geht nicht ganz ohne Schmerzen. Trotzdem versprechen alle Hersteller eine gründliche und gleichzeitig «sanfte» Epilation. Ist das auch tatsächlich möglich? Der K-Tipp hat acht Epiliergeräte zwischen 80 und 230 Franken im Labor von Anwenderinnen und einer Expertin testen lassen (siehe unten «So wurde getestet»). Resultat: Vier Modelle schnitten mit «gut» ab – Testsieger wurde Xpressive 7681 von Braun. Zwar zwickt und brennt es auch bei diesem Epilierer, aber das Ergebnis überzeugt, und die Haut wird nur wenig gereizt. Eingebaute Massagerollen reduzieren den Schmerz.

Auch die beiden Modelle HP6513 und HP6509 von Philips sowie Sexyliss von Babyliss entfernten im Test die Haare gründlich. Das Modell HP6513 ist zudem mit einem Kühlelement ausgestatttet. Dieses legt man vier Stunden vor dem Epilieren in die Tiefkühltruhe und klickt es dann auf den Apparat auf. Das Element kühlt die enthaarten Hautstellen sofort – dadurch wird der Schmerz gelindert. Die Test-Anwenderinnen empfanden mit dem Comfort Epil Cordless von Valera am wenigsten Schmerzen. Der Haken: Dieses Gerät zupft längst nicht alle Haare aus. Obwohl das Modell Soft Perfection 3180 von Braun im Schnitt über alle Kriterien die Gesamtnote «gut» erhielt, musste es zu «genügend» herabgestuft werden. Der Grund: Das Gesamturteil eines Haarentferners darf nicht höher sein als das Urteil im wichtigsten Testpunkt «Epilierergebnis» (siehe Tabelle im pdf-Artikel).

Mit dem ES2067 von Panasonic taten sich die Anwenderinnen schwer. Dieser Epilierer ist nach einem ganz anderen Prinzip aufgebaut als die anderen Geräte im Test. Weil der Gerätekopf beim Epilieren die Sicht auf die Haut verdeckt, erkennt man nicht, welche Stellen bereits enthaart wurden. Dementsprechend fällt dieses Gerät beim Epilierergebnis am stärksten ab. Diese Schwäche konnte auch die Nass/trocken-Option nicht wettmachen. Der Panasonic-Epilierer darf nämlich als einziger auch unter der Dusche benutzt werden.

Sowohl der Testsieger Braun Xpressive 7681 als auch das Schlusslicht lassen sich unter fliessendem Wasser reinigen. Beim ES2067 von Panasonic erweist sich das Putzen der Rollen jedoch als kompliziert. Auch den Sexyliss von Babyliss konnten die Prüfpersonen kaum richtig reinigen.


So wurde getestet

Das ipi-Institut für Produktforschung in Stuttgart (D) hat im Auftrag des K-Tipp acht Epiliergeräte getestet. Sechzehn Anwenderinnen und eine Expertin beurteilten das Epilierergebnis, prüften die technischen Funktionen und die Handhabung. Die Testpunkte im Einzelnen:

  • Wie gründlich entfernen die Epilierer die Haare? Die Testpersonen kontrollierten, ob die Epilierwalzen und Pinzetten die Haare, wie vorgesehen, samt Haarwurzeln erfassen – oder aber die Haare unregelmässig abbrechen. Sie prüften zudem, ob die Geräte auch alle Haare in einem Durchgang wegbekommen.
  • Wie stark reizen die Epilierer dabei die Haut? Unabhängig voneinander bewerteten die Probandinnen, wie schmerzhaft der Epiliervorgang war. Sie unterschieden, ob es bei der Haarentfernung rupft oder brennt. Zudem wurde untersucht, ob das Epilieren zu wunder Haut oder Pickelchen führt.
  • Wie gut lassen sich die Geräte bedienen? Haben sie einen Akku für unterwegs? Kann man sie leicht reinigen? Ist das Zubehör hilfreich und stabil? Sind die Gebrauchsanweisungen leicht verständlich? Kann man die Teile bei Nichtgebrauch einfach in einem Etui versorgen?

05. April 2009 | Irène Mayr, Rolf Muntwyler


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Ohne Schmerzen gehts nicht
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