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Die günstigste Fritteuse im Test ist die beste: Für 45 Franken gibts ein praktisches Gerät und knusprige Pommes frites. Bei einer anderen schmeckten die Pommes frites nach Plastik.
Rund 70'000 Fritteusen gingen 2008 über den Ladentisch – 15'000 mehr als im Vorjahr. Mit welchem Modell aber kommen die besten Pommes frites auf den Teller? K-Tipp und «Kassensturz» haben zehn der meistverkauften Fritteusen bei Grossverteilern und in Elektrofachmärkten gekauft und im Labor LGA Qualitest in Deutschland testen lassen (siehe unten «So wurde getestet»). Das günstigste Gerät kostete 45, das teuerste 334 Franken. Die grossen Preisunterschiede hängen zum Teil mit den unterschiedlichen Grössen der Fritteusen zusammen.
Platz eins belegt Primotecq MF 1501, das günstigste Gerät im Test. Die Mini-Fritteuse gehörte in allen Teiltests zu den besten (siehe Tabelle im pdf-Artikel). Während viele Geräte Mühe mit grossen Portionen Pommes frites hatten, war Primotecq bei der grossen und der kleinen Portion überzeugend.
Trisa: Pommes frites schmeckten nicht
Ebenfalls «gut» sind Kenwood DF 520 und die halb so teure Mio Star (Fr. 99.90). Doch auch sie taten sich mit dem Frittieren grosser Portionen schwer. Am schlechtesten abgeschnitten hat die Trisa-Fritteuse. Das Prüflabor stellte den Pommes frites (grosse Portion) ein schlechtes Zeugnis aus: «ungleichmässig» frittiert, «wenig Kruste», und vor allem störte ein «intensiver Geschmack nach Kunststoff».
Trisa vermutet, der kritisierte Geschmack rühre daher, dass zu viel Pommes frites eingefüllt worden seien – wegen einer falschen Angabe auf der Geräteverpackung. Dies will Trisa nun korrigieren. Nur: Als Erklärung für den schlechten Geschmack genügt dies nicht. «Als Kunde würde ich mir natürlich schon Gedanken machen, woher der unangenehme Geschmack kommt», sagt Prüfleiterin Imke Nottelmann.
Trisa führt auch ins Feld, ihre Fritteuse könnte im Test durch ihr Mini-Format benachteiligt gewesen sein. Testsieger Primotecq widerlegt dies deutlich. «Einen Zusammenhang zwischen Grösse und Qualität konnten wir nicht feststellen», bestätigt auch Prüfleiterin Nottelmann. Punktuell können die Deckel einiger Fritteusen sehr heiss werden, im Extremfall bis 100 Grad (Mio Star). Die Griffe aber erreichen bei keinem Modell heikle Temperaturen. Im schlimmsten Fall wurden die Griffe oder Öffnungstasten rund 60 Grad warm – so bei Kenwood, Tefal Actifry und Satrap.
Speziell sind die Fritteusen Tefal Actifry und De Longhi: Beide benötigen deutlich weniger Öl als die anderen Geräte. Während die Pommes frites in der De-Longhi-Fritteuse in einem rotierenden Korb immer wieder ins Öl eintauchen, ist die teure Tefal Actifry wie ein Heissluftofen konzipiert, der das Frittiergut permanent wendet. Zugegeben wird ein Löffel Öl. Weil er bei vorfrittierten Pommes frites weggelassen werden kann, wurden sie im Test ohne Öl zubereitet.
Nur einen Teil des Öls auswechseln? Kein Problem!
Wie oft kann ich Frittieröl verwenden? Wie vermeide ich Acrylamid? Fett-Experte Christian Gertz kennt die Antworten.
So wurde getestet
K-Tipp und «Kassensturz» haben zehn Fritteusen beim Institut LGA Qualitest in Nürnberg (D) im Labor und in der Praxis testen lassen. Die Kriterien:
Als realistischen Praxistest hat das Labor Pommes frites gebacken: eine kleine Portion mit 100 Gramm pro Liter Öl sowie die laut Herstellerangabe grösstmögliche Portion. Die Pommes frites wurden von Laborexperten degustiert und bewertet.
22. März 2009 | Rolf Muntwyler, Redaktion K-Tipp/Saldo
