Drei Sonntagszeitungen trumpften mit der gleichen Enthüllung auf: Neue Gaskraftwerke sollen dereinst stillgelegte Atomkraftwerke ersetzen. Ein Beispiel dafür, wie man die Presse gleichschaltet, ohne dass es die Leser merken sollen.
Bei einem AKW-Unfall blieben die öffentlichen Schutzräume geschlossen, sagt das zuständige Bundesamt. Die Notfallplanung des Bundesrats sieht anderes vor.
Viele beruhigende Worte, aber nichts Konkretes zu den Evakuierungsplänen: 1,2 Millionen Schweizer, die in der Umgebung von AKW leben, haben zwei Info-Broschüren erhalten, die keine Hilfe bieten.
Atomkraftwerke sind nicht nur bei einem Reaktor-unfall eine Gefahr. Die Betreiber setzen auch im Alltag die Gesundheit von Mitarbeitern aufs Spiel. Das zeigt der Fall von Taucher Dominique Wüest.
Elisabeth K. aus Mühleberg BE führt eine Liste mit allen Krebserkrankungen in der Nachbarschaft. Sie vermutet das Atomkraftwerk als Grund dafür. Doch den Beweis könnte nur ein nationales Register bringen.
Kurz vor Weihnachten deckte eine deutsche Studie auf: In der Nähe von Atomkraftwerken erkranken mehr Kinder an Leukämie. Zufall, sagt die Atomlobby. Doch Ärzte sagen: In der Nähe von AKWs ist die Radioaktivität gefährlicher, als die Betreiber behaupten.