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Italienische Konsumentenschützer decken Sicherheitsmängel bei Fähren nach Sardinien auf. Und die italienischen Kartellwächter untersuchen den massiven Preisanstieg.
Wer mit dem Auto nach Sardinien will, wird geschröpft: Eine vierköpfige Familie bezahlte mit der Fähre der Gesellschaft «Grandi Navi Veloci» 2010 für die Überfahrt von Genua nach Porto Torres 663 Euro. Diesen Sommer wird die Familie für das gleiche Angebot massiv mehr hinblättern: 1093 Euro.
Das ist kein Einzelfall, wie die italienische Konsumentenzeitschrift «Altroconsumo» schreibt. Die italienische Kartellbehörde hat gegen die wichtigsten Fährgesellschaften eine Untersuchung eingeleitet. Das sind folgende: Moby Lines, Snav, Grandi Navi Veloci, Sardinia Ferries.
Grund: Die Preise für die Überfahrt nach Sardinien haben sich seit 2010 durchwegs fast verdoppelt. Einzige Ausnahme: Die staatliche Gesellschaft Saremar. Sie bietet günstige Transporte von Civitavecchia nach Golfo Aranci und von Savona nach Porto Torres (www.saremar.it).
Die Konsumentenschützer wollten wissen, wie es um die Sicherheit auf den Fähren steht – und deckten diverse Mängel auf. Zum Beispiel: zu wenig Schwimmwesten, schlecht signalisierte Fluchtwege, zu kleine Notausgänge, zu wenig Brandschutztüren, veraltete Feuerlöscher oder schlecht platzierte Hydranten.
15. Juli 2011 | Beat Camenzind, Redaktion Online
