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Wildwuchs bei der Öko-Kosmetik

Einige Kosmetik-Firmen verpassen ihren Produkten ein «Bio-Image». Das heisst aber nicht, dass keine Chemie drin steckt. Das zeigt eine Untersuchung aus Deutschland.

Wildwuchs bei der Öko-Kosmetik

«Bei Naturkosmetikprodukten werden Verbraucher häufig getäuscht.» Das schreibt die Verbraucherzentrale Hamburg aufgrund einer Untersuchung. Dabei haben die Konsumentenschützer Kosmetika unter die Lupe genommen, die als «grün», «natürlich» oder «Bio» beworben werden. Fazit: «Meistens verlieren sich Minimengen an natürlichen Stoffen in einem Meer von Chemie.» Unter den überprüften Produkten sind auch solche bekannter Marken wie Yves Rocher (Spa Vegetal Körperpeeling) oder Body Shop (Nettle Oil Balance Haarspülung). Eine Liste ist im Internet veröffentlicht.

Zu ähnlichen Ergebnissen kam auch der K-Tipp. Eine Auswertung von aktuellen Labortests zeigte: Bei Naturkosmetik kann sich der Konsument weder auf die Werbung noch auf das Gesetz verlassen (siehe Artikel «Formaldehyd statt Natur» Ausgabe 20/2009).

Das Problem: Die Hersteller können sich nicht auf ein einheitliches Öko-Label einigen. Und gesetzliche Mindestanforderungen gibt es für Naturkosmetik keine. Die Verbraucherzentrale fordert nun von den Anbietern echter Naturkosmetik ein einheitliches Gütesiegel. Zudem soll der Staat klare Vorgaben im Gesetz festhalten.

17. Dezember 2009 | Beat Camenzind, Redaktion Online


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