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Das Kantonslabor Basel hat 40 Schwarz- und Grüntees untersucht und 5 davon beanstandet. Grund: Pestizide und Radioaktivität.
Beim Teeanbau kommt oft Chemie zum Einsatz. Die Hersteller gehen damit auf der Plantage und in den Lagerhallen gegen Schädlinge aller Art vor. Die Kantonslabore Basel-Stadt, -Land und Aargau wollten wissen, wie stark Tees mit Chemie belastet sind. Bei Spezialgeschäften und Detailhändlern haben die Kantonschemiker 40 Teeproben (Offenverkauf und Beuteltees) eingekauft und im Labor untersucht.
Fünf davon verstiessen gegen das Gesetz. Drei enthielten zu viel Chemie. Bedenklich: Zwei dieser drei Tees stammten aus biologischem Anbau. Zwei Tees waren zu stark mit dem radioaktiven Cäsium belastet. Sie stammen aus der Türkei. Das Land war nach dem Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl vom radioaktiven Niederschlag betroffen.
Sechs weitere Tees aus China und Indien waren ebenfalls stark mit Chemie belastet. Sie enthielten Cocktails von bis zu sieben Pestiziden. Sie konnten aber nicht beanstandet werden, da das Gesetz nur Grenzwerte für einzelne Substanzen, nicht aber für deren Summe vorschreibt.
Die Zeitschrift Öko-Test hat in ihrer November-Ausgabe 2008 ebenfalls Tees untersucht. Der K-Tipp hat den Test zusammengefasst.
27. Mai 2009 | Beat Camenzind, Redaktion Online
