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In Drogerien und Supermärkten werden immer häufiger ginkgoblätterhaltige Tees angeboten. Doch das Gebräu ist nicht unbedenklich.
Teemischungen mit Ginkgoblättern können nämlich die Gesundheit schädigen, wie eine Untersuchung des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker gezeigt hat. Der Grund: Die Blätter enthalten unter Umständen grosse Mengen Ginkgolsäure. Der natürliche Inhaltsstoff kann Allergien auslösen, die Nervenzellen schädigen oder das Ergut verändern.
Aus diesem Grund wurde für Ginkgo-Arztneimittel ein Grenzwert definiert. Für Nahrungsmittel ist dieser Höchstwert aber bislang nicht vorgeschrieben.
Bei der Untersuchung von neun Teemischungen stellten die Tester je nach Hersteller grosse Unterschiede fest. Der Grenzwert wurde bei allen Produkten bereits beim Genuss einer Tasse um das 40- bis 80-fache überschritten. Und dies unabhängig von Ziehzeit oder Ausgangskonzentration.
Hersteller preisen Ginkgo-Tees gerne als Mittel zur Erhöhung der geistigen Leistungsfähigkeit an. Allerdings ist dieser Effekt umstritten. In einer Langzeitstudie mit mehr als 3000 Senioren liess sich eine vorbeugende Wirkung auf Altersdemenz oder Alzheimer nicht nachweisen.
02. Januar 2009 | Daniel Jaggi, Redaktor K-Tipp
