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Eine Analyse der K-Tipp- und Saldo-Tests der letzten zwei Jahre zeigt: Gutes muss keineswegs teuer sein. Die Grossverteiler erhalten für ihre Eigenmarken häufig Bestnoten.
Nestle, L'Oreal, Hero, Garnier, Procter & Gamble: Alles Hersteller von Produkten mit klingenden Namen. Sie kämpfen mit ihren Artikeln gegen die Eigenmarken der Grossverteiler von Denner, Coop, Migros, Aldi – und verlieren in den Test von K-Tipp und Saldo regelmässig. Dies zeigt eine Auswertung der letzten beiden Jahre. Gutes muss also keineswegs teuer sein!
Einige Beispiele: Der Rasierschaum von Denner erhielt die Note «sehr gut». Die beiden Markenprodukte von Gilette schnitten dagegen mit «ungenügend» ab, da sie heikle Substanzen enthielten.
Wie dem Artikel «Klingende Namen versprechen häufig zu viel» weiter zu entnehmen ist, überzeugte Denner auch mit seinem Mineralwasser. San Pellegrino von Nestlé dagegen erhielt wegen hohen Uranwerten nur ein «ungenügend».
Gegen die Billig-Linien M-Budget von Migros und Prix Garantie von Coop hatten die Kosmetikprodukte internationaler Firmen meist schlecht Karten – Preis und Qualität stimmen nicht. Tahiti Lait de coco von Palmolive beispielsweise ist sechs mal teurer als das Prix-Garantie-Showergel – und erst noch mit problematischen Stoffen belastet.
In der Rauchlachs-Stichprobe belegte Globus sogar den letzten Platz. Sieger war in Preis und Qualität, wen erstaunts, Aldi.
Food-Giganten fallen eher selten durch hohe Qualität auf. Viel lieber stecken sie das Geld in gewaltige Werbekampagnen. Nestlé beispielsweise spart beim Joghurt LC 1 lieber bei der natürlichen Vanille.
Saldo ist für 4 Franken am Kiosk erhältlich.
22. Dezember 2008 | Daniel Jaggi, Redaktor K-Tipp
