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Die Billag steckt einen Teil der Radio- und Fernsehgebühren in die eigene Tasche. Zuviel für Kritiker, denn gleichzeitig droht beim Schweizer Fernsehen ein Stellenabbau.
Pro Haushalt kassiert die Billag jährlich 462 Franken. Davon behält das Inkasso-Unternehmen rund 20 Franken für sich. Letztes Jahr kamen gemäss Angaben des Bundesamtes für Kommunikation Bakom auf diese Weise 55 Millionen Franken zusammen. Für den Schaffhauser SP-Nationalrat Hansjörg Fehr ein «sehr hoher Betrag für reines Inkasso», moniert er in der aktuellen Ausgabe des Saldo. Während die Inkassofirma offenbar fette Gewinne macht, droht beim Schweizer Fernsehen dieses Jahr ein Millionenverlust. Konsequenz: Ohne eine Gebührenerhöhung wird nach Angaben von Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre ein Stellenabbau unumgänglich.
Im Vergleich zu Deutschland und Österreich steckt die Billag prozentual beinah doppelt so viel Geld in die eigene Tasche. Billag-Sprecher Jonny Kopp entgegnet jedoch: «Wir müssen den Aussendienst selber finanzieren.» Doch die 80 Aussendienstler können den hohen Kostenunterschied nicht erklären, ist dem Artikel «Billag: Geheimniskrämerei um Gewinne zu entnehmen».
Jetzt regt sich gegen das Versteckspiel der Billag Widerstand, wie dem Artikel «Billag: Geheimniskrämerei um Gewinne» zu entnehmen ist. Grund: Die mit einem öffentlich-rechtlichen Auftrag versehene Inkassofirma verweigert jeden Blick in ihre Bücher. Zudem publiziert die Tochtergesellschaft der Swisscom, die damit zur Mehrheit im Besitz des Bundes ist, nicht einmal ihren Umsatz und Gewinn.
Darum haben Private im Internet eine Volksinitiative gegen die Billag-Gebühren lanciert. SVP-Nationalrätin Nathalie Rickli fordert die Offenlegung der geheimen Jahresrechnung.
Saldo ist für 4 Franken auch am Kiosk erhältlich.
19. November 2008 | Daniel Jaggi, Redaktor K-Tipp
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