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Nur die wenigsten wissen es: Wer im Ausland das Internet mit einem mobilen Gerät nutzt, muss sich auf eine saftige Rechnung gefasst machen. Jetzt handeln die Internet-Anbieter.
Die Tarife für die Internetnutzung im Ausland sind unverschämt hoch. Ein Beispiel: Das Laden einer Musik-CD kostet mehrere Hundert Franken. Dies wissen aber nur die wenigsten Nutzer – umso grösser ist deshalb der Frust, wenn nach den Ferien die extrem hohe Rechnung ins Haus flattert.
Sunrise ergreift jetzt eine einfache, aber einschneidende Massnahme: Seit dem 1. Juni können Kunden mit ihren Geräten das Internet im Ausland nicht mehr automatisch nutzen. «Es ist nur noch möglich, wenn dies ausdrücklich gewünscht und uns mitteilt wird», sagt Sunrise-Sprecher Konrad Stokar.
Orange hat bereits gehandelt: Dort besteht seit anfang Mai eine ähnliche Regelung.
Die Swisscom will von einem solchen Schritt nichts wissen. Eine Sperrung ist hier nur auf Anfrage möglich: «Wir möchten unsere Kunden nicht bevormunden», lautet dazu die lakonische Antwort. Immerhin: «Kunden, die das Internet jedoch in Grenzregionen oder im Ausland nutzen, werden mit einem speziellen Hinweis auf die erhöhten Kosten aufmerksam gemacht», verspricht Swisscom-Sprecher Carsten Roetz.
Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Anbieter vor den Ferien unbedingt über spezielle Auslands-Optionen für den Internet-Zugang. Aber Vorsicht: Die Kosten sind auch so noch deutlich höher als im Inland.
21. Mai 2008 | Philipp Schwarz
