Abstimmung über Rentenkürzung: Versicherte bezahlen Kampagne
Den Pensionskasse geht es finanziell viel besser, als sie behaupten. Trotzdem wollen sie die Renten weiter kürzen. Dazu starten sie eine Kampagne - auf Kosten der Versicherten. Was halten Sie davon? ...zum Artikel
Die Art und Weise, wie Sie auf den Saldo-Arikel über die
Rentenkürzungen reagieren lässt vermuten, dass Sie in enger
Verbindung mit den Initianten der anonymen Rentenabzock-Kampagne
stehen. Die Frage, warum die Initianten dieser Kampagne anonym bleiben
wollen, dürfen Sie selber beantworten.
Ebenso selber beantworten dürfen Sie die Frage, warum sich gerade
die FDP und Ecconomiesuisse so für das Wohl der
PK-Rentenbezüger einsetzen.
Meinerseits bin ich dem Saldo und K-Tipp dankbar für ihr
Engagement in dieser Sache und ich hoffe sehr, dass das Stimmvolk
nicht auf die hinterlistige Kampagne von FDP, Economiesuisse,
PK-Versicherungen, etc. hereinfällt.
Es wäre einfach wünschenswert, wenn über das Thema
"2. Säule" endlich mal weniger verzerrend und
unseriös berichtet würde, als auch SALDO es hier wieder tut.
Ein paar Fakten:
1.) Keine einzige Pensionskasse und keine einzige Versicherung
verdient auch nur einen Rappen mehr, wenn der Rentenumwandlungssatz
reduziert wird. Man kann Versicherer und Pensionskassen in vielen
Punkten kritisieren und Vorgehensweisen hinterfragen - dieses Thema
taugt aber kein bisschen dafür!
2.) Der Rentenumwandlungssatz muss angesichts der gesteigerten
Lebenserwartung und der gesunkenen Renditemöglichkeiten bei
SICHEREN Anlageformen gesenkt werden, denn das angesparte Geld muss
einfach länger reichen. Wem das nicht schon intuitiv einleuchtet,
der kann es nachrechnen (lassen).
3.) Das Referendum am 7.3. richtet sich insofern eigentlich nicht
gegen die Senkung des Umwandlungssatzes - dieser ist nur ein
willkommener Aufhänger für die entsprechende Polemik.
Faktisch ist dieses Referendum der Versuch (vor allem von
gewerkschaftlicher Seite), die 2. Säule auszuhöhlen und peu
a peu nur noch ein Umlageverfahren (also die AHV) als Altersvorsorge
zu betreiben.
Darüber kann man sicher diskutieren, aber dann soll man auch
sagen, dass dies das eigentliche Ziel ist. Es ist aber schon komisch,
dass viele BürgerInnen ein Altersvorsorgsystem, um das fast die
ganze Welt die Schweiz beneidet, selber abschaffen wollen.
4.) Der AHV droht nach einem dem Bundesrat vorliegenden Bericht
spätestens im Jahr 2019 die Insolvenz. Ich bin deshalb skeptisch,
ob das Umlage-finanzierte AHV-System eine sinnvolle Auffanglösung
für eine Stück für Stück entkernte 2. Säule
ist.
Ich frage mich angesichts dieser Punkte und angesichts Ihres leider
sehr unqualifizierten Berichtes:
WARUM BERICHTEN SALDO, K-TIPP & CO EIGENTLICH NICHT MAL ÜBER
DIE PROBLEMATIK DER DROHENDEN AHV-INSOLVENZ??
WARUM REGT SICH NIEMAND DARÜBER AUF, DASS EIN ZU HOHER
RENTENUMWANDLUNGSSATZ EINER QUERSUBVENTION VON ARBEITENDEN ZU RENTNERN
GLEICHKOMMT?? DAS IST DER EIGENTLICHE RENTENKLAU AN DER JÜNGEREN
GENERATION, UND DER GEHT WEITER, WENN DER UWS SO HOCH BLEIBT, WIE ER
IST?
ETC ...
Dies wären Fargen, die Saldo, K-Tipp, Beobachter & Co auch
mal aufgreifen sollten, aber bitte qualitativ tragbarer als der
vorliegende Artikel tut!
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