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admin | 20.11.2007, 15:20

Ritalin-Boom: Auch verträumte Kinder müssen Pillen schlucken

 

Immer mehr Kinder erhalten wegen angeblicher Aufmerksamkeitsstörung Medikamente. Doch nicht bei allen trifft die Diagnose zu. Auch verträumten Kindern wird Ritalin verschrieben. Was halten Sie vom Einsatz von Ritalin. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

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Antworten (13)

 
  • Adi_G | 31.03.2011, 22:47

    Naja

    Man kann ja auch einem Kurzsichtigen die Kontaktlinsen verbieten,
    weil Sie aus Plastik sind, also aus Erdöl, und Erdöl ist
    gesundheitsschädlich ... Es gibt immer Strategien "ohne" Ritalin
    durchzukommen, genaus wie ein Blinder kein Blindenstock braucht ...
    aber für jeden ADS-Betroffenen jeden Alters ist das Wissen, in
    besonderen Situation auf eine mögliche Unterstützung durch
    Medikamente zählen zu können, schon sehr viel Wert.

  • freistil | 21.01.2008, 17:49

    Die Andere Seite

    Sehr geehrte Frau Barben ,
    ich finde ihren Beitrag eigentlich ziemlich gut , obwohl ich oft nicht
    ihrer Meinung bin .Tatsache ist , dass man niemanden zu irgend einer
    Medikament - Einnahme nötigen soll oder darf .Diese Aussage hat
    mich sehr erschreckt .
    Sie sprechen jedoch bei der Wirkung des Medikaments nur von
    äusseren Anzeichen , von Veränderungen die sie bemerken wenn
    sie mit ADS Kindern arbeiten .
    Mein Anliegen ist , zu bedenken ( ich sags immer wieder ) dass nicht
    Ihnen das Medikament helfen soll , sondern Uns !
    Man kann sich nicht vorstellen wie es in uns aussieht ,wenn man es
    nicht selber durchmacht.Sinn des Ganzen ist , dass wir in dieser Welt
    dazugehören , dass wir mit euch umgehen können ,dass wir
    verstehen warum wir anders sind und das wir wieder Freude am Leben
    haben .
    Ich bin 43 und weiss erst seit ca. 3 Jahren das ich ADS bin .
    Ich habe noch heute Alpträume von der Schule , immer wenn ich
    eine Zeit lang nicht arbeite .
    Ich hatte nie Freunde , ich wollte immer dazugehören aber sie
    haben mich nur ausgestossen ,ich gab mir solche Mühe aber ich
    habe einfach nie dazugepasst .Man kann nicht verstehen warum , man
    zweifelt an sich und ist todunglücklich .Als ich erwachsen wurde
    habe ich das Ganze cool überspielt , mein ganzes Leben ist ein
    Theaterspiel und ich werde mich hüten irgendjemandem meine
    Gefühle zu zeigen .Das ging ziemlich lang gut ( äusserlich)
    doch in mir drin wurde es immer enger , ich weine sehr oft (ohne
    Zeugen)und am wohlsten ist es mir Zuhause ,Allein !Mein Partner
    akzeptiert mich so wie ich bin , ich bin ihm ewig dankbar , er ist
    einer der Wenigen!
    Ritalin kann diesen Zustand nicht "heilen" , das kann
    niemand , aber es hilft mir mich selber zu verstehen und mich zu
    akzeptieren .
    Ich kann die höchste Dosis nehmen oder nur ganz wenig , das
    entscheide ich für mich selber . Es gibt Tage da nehme ich gar
    nichts , es macht keinen Unterschied äusserlich , man merkt es
    mir nicht an !!!! Aber in mir drin sieht es anders aus , nur für
    mich allein ist es da , für niemanden sonst.
    Denkt an die Kinder , helft ihnen wie auch immer , aber bedenkt dass
    wir einfach nur anders sind und nicht krank .
    Ich rate jedem Psychologen mit ADS -Erwachsenen zu reden denn Kinder
    können nicht wissen wie es anders wäre , ihre Aussagen sind
    nicht so ganz objektiv denn wenn man zum Beispiel hyperaktiv ist und
    Ritalin nimmt ist es kein Wunder dass man sich ruhig gestellt
    fühlt ,man war ja davor das ganze Leben auf "speed".Die
    richtige Dosis ist natürlich sehr wichtig , dazu braucht man
    unbedingt einen guten Arzt.
    Mein Fazit ist : niemand MUSS Medikamente nehmen aber wichtig ist das
    man es KANN wenn man will .
  • JudithBarben | 21.01.2008, 13:21

    Psychologische ADHS-Therapie (Ritalin-frei)

    Mit Interesse habe ich die verschiedenen Stellungnahmen zum Artikel im
    Saldo vom 11/07 über Ritalin/ADHS gelesen, in dem auch ich
    interviewt wurde.
    Meine Position wurde zum Teil bestätigt, zum Teil angegriffen.
    Ich finde es gut, wenn kontrovers diskutiert wird. Allerdings sollten
    die Stellungnahmen sachlich bleiben. Das war leider nicht immer der
    Fall.
    Gerne möchte ich mein Anliegen nochmals formulieren: Ich
    persönlich halte Ritalin nicht für sinnvoll. Nach meiner
    30-jährigen Erfahrung als Lehrerin, Sonderpädagogin und
    Psychotherapeutin behindert das Mittel (es gehört zur Gruppe der
    Amphetamine) die psychologisch-psychotherapeutische und
    pädagogische Hilfeleistung. Die Kinder sind zwar oft unter der
    Wirkung des Psychopharmakons nicht mehr verhaltensauffällig und
    können sich besser konzentrieren. Doch wenn die Wirkung nach
    einigen Stunden nachlässt, tritt die Unruhe oder
    Unkonzentriertheit meist verstärkt auf. Ritalinbefürworter
    gestehen ein, dass man Ritalin im Grunde genommen das Leben lang
    einnehmen muss, weil es keine heilende Wirkung hat. Die meisten Kinder
    finden die Wirkung von Ritalin sehr unangenehm. Sie fühlen sich
    wie unter einer Glasglocke und einsam. Andere sind froh, dass sie
    unter Ritalin «bräver» sein können; manche
    glauben, sie könnten die Schule ohne Ritalin nicht mehr schaffen.
    Das ist problematisch, es ist der Anfang der Sucht. Dass das Mittel
    süchtig machen kann, ist unbestritten. Es steht sogar auf der
    Packungsbeilage.
    Immer wieder werden als Nebenwirkungen von Ritalin berichtet:
    Hautausschläge, Ticks, Schlafstörungen, Appetitmangel,
    Wachstumsverzögerung, Wachstumsstillstand oder Herzprobleme. Es
    gab auch schon Todesfälle (Herzstillstand).
    Wenn ein Erwachsener das Mittel einnimmt, ist das seine
    persönliche Entscheidung. Mir geht es um Eltern, wie sie immer
    wieder in meine Praxis kommen, die von der Schule unter Druck gesetzt
    werden, ihrem Kind Ritalin zu geben – zum Teil mit der Drohung, dass
    das Kind sonst in die Sonderschule versetzt wird. Ein Elternpaar
    musste zum Beispiel bei der Schulpflege unterschreiben, dass sie das
    Ritalin nicht ohne Einwilligung der Lehrerin, der Schulpflege und des
    Kinderarztes (der mit der Schulpflege zusammenarbeitet) absetzen
    dürften. Das war die Bedingung für die Versetzung in die
    nächste Regelklasse. Dieser Bub ist heute mit
    psychotherapeutischer Unterstützung und Elternberatung
    Ritalin-frei geworden. Die Eltern und der Bub sind sehr dankbar. Der
    Bub macht seine Sache gut und hat sich beruhigt. An solche Eltern
    wende ich mich. Sie haben es verdient, zu erfahren, dass es auch
    andere Möglichkeiten als Ritalin gibt. Deshalb müssen meiner
    Meinung nach beide Seiten zu Wort kommen.
    Dr. phil. Judith Barben (Lehrerin, Sonderpädagogin und
    Psychotherapeutin FSP)
  • freistil | 08.01.2008, 11:41

    Vielen Dank

    Ich möchte mich für den Artikel und die fachliche
    Aufklärung in dem Artikel von "müller " bedanken
    .
    Es tut gut zu lesen , dass doch noch qualifizierte Fachkräfte
    sich für einen solchen Beitrag in der Oeffentlichkeit Zeit nehmen
    .Leider lese ich meist nur Schauermärchen die von Leuten
    geschrieben werden , die offensichtlich keine Ahnung von ADS / ADHS
    haben .
    Das Neue Jahr fängt gut an , danke .
  • Fridolina | 04.12.2007, 14:47

    Nanu?

    Ich muss mich doch sehr wundern, wenn ich hier lese, mit wieviel
    Herzblut sich einige Leute über Dinge äussern, von denen sie
    anscheinend keine Ahnung haben.
    An alle Eltern, die ihrem Kind Ritalin vorenthalten, obwohl es
    erwiesenermassen (!!!) an einem starken AD(H)S leidet (einfach bloss
    tagträumen oder etwas hyperaktiv sein, bedeutet noch lange kein
    AD(H)S):
    Mir hat dieser Umstand beinahe das Leben gekostet! Da ich als Kind
    nicht auf ADS getestet wurde, bekam ich auch keine Behandlung und
    keine Medikamente. Folgen: Essstörungen, Suizidalität,
    Depressionen.
    Erst als ich im Alter von 21 Jahren mein Studium abbrechen musste und
    in der Folge arbeitsunfähig wurde, kam ich zu einer kompetenten
    Psychiaterin, die dann ein ADS diagnostizierte. Nach einer
    mehrjährigen Psychotherapie sowie mit Ritalin und Antidepressiva
    bin ich heute wieder in der Lage, einer Arbeit nachzugehen.
    Nächsten Sommer schliesse ich mit 28 Jahren eine geschützte
    Berufslehre ab. Wenn ich aber an die verlorenen Jugendjahre denke, an
    das verlorene Studium und daran, was ich heute sein könnte,
    hätte ich bereits als Kind Hilfe erhalten (und dazu gehören
    auch Medikamente, einem Diabetiker verweigert man sie ja auch nicht),
    und wenn ich dann solche wunderlichen Äusserungen von
    offensichtlich nicht Betroffenen lese, muss ich mich sehr beherrschen,
    damit mir nicht ein bestimmtes, unanständiges Wort herausrutscht.
  • freistil | 02.12.2007, 17:58

    Zauberwort : Toleranz

    Ich könnte mich grün und blau ärgern , wenn ich Artikel
    über ADS oder ADHS Menschen lese die von euch
    "normalen" Menschen geschrieben wurden . Wenn ihr uns nicht
    verstehen wollt , dann lasst es doch einfach .
    Es muss nicht auffallen wenn man ADS ist , das sogenannte
    Verträumte ist nicht wirklich hilfreich im Leben .ADS ist wenn
    man sich nicht konzentrieren kann , wenn alles an einem vorbeizieht
    und man es nicht fassen kann , wenn man so gerne dazugehören
    möchte und niemand will dich , wenn man am hellichten Tag
    träumt ,es merkt und nichts dagegen tun kann ,wenn man die
    Aufgaben gemacht hat (mit viel Mühe)und in der Schule kann man`s
    doch nicht , und vieles mehr !!!
    Man muss nicht hyperaktiv oder agressiv sein damit man Hilfe verdient
    hat !
    Ich bin seit 43 Jahren ADS , eine Frau , und kein Mensch merkt mir an
    , dass ich anders bin , aber ICH merke es .
    Ich wünschte man hätte in meiner Schulzeit gewusst was ADS
    ist , ich hätte ein Trauma weniger .
    Ihr normalen Meschen könnt euch gar nicht vorstellen wie es in
    uns aussieht . Wir müssen uns Sprüche wie: du musst dich nur
    zusammenreissen oder tu doch nicht so ! - anhören . Wie gemein
    ist das denn !!!!

    Ich würde nie zu oder gegen Ritalin raten , aber vergesst nicht ,
    das Medi ist für den ADS/ADHS Meschen eine Hilfe ,und nicht
    für Eltern oder Lehrer damit sie es mit uns leichter haben !Es
    ist kein Beruhigungsmittel ganz im Gegenteil es lässt uns aktiv
    an Eurem Leben teilnehmen .Man kann durchs Leben gehen OHNE aber denkt
    ihr nicht wir hätten auch Anspruch auf ein kleines Bisschen
    Lebensqualität ?

    Toleranz ist das Zauberwort !!!
  • RolfV2000 | 28.11.2007, 00:10

    Betäubungsmittel und Verursacher von ADHS

    Liebe Monika
    Ich kann deine Argumente irgendwo auch nachvollziehen. Das Wort Gift
    würde ich im Zusammenhang mit Medikamenten aber dennoch anders
    definieren. Auch in der Homöopathie wird Gift als Heilmittel
    eingesetzt, zum Beispiel Schlangengîft. Der Fingerhut ist auch
    Gift und bei einer Überdosieurung absolut tödlich. Trotzdem
    wird aus dieser giftigen Pflanze ein Herzmittel gewonnen. Es kommt
    doch auf die Dosierung an. Das wird dir jeder Homöopath oder
    Allgemeinpraktiker bestätigen.
    Was würdest du unternehmen, wenn sämtliche Therapien bei
    ADHS nicht wunschgemäss verlaufen. Einfach sagen: die
    Wissenschaftler streiten sich noch, also gebe ich meinem Kind kein
    Medikament, welches ihm "Linderung" verschafft. Welche
    Grausamkeit ist denn das?
    Liebe Monika, ich bin selbst betroffen von ADS und eines unserer
    Kinder ebenfalls. Ich weiss also von was ich spreche und ich kenne
    meine Biografie sehr gut und sehe, was jetzt heute mit einem diesem
    Kind passiert. Unverständnis, Ausgrenzung durch pädagogisch
    geschulte Personen.
    Bitte lies doch auch einmal die seriösen Aussagen über ADHS,
    beispielsweise die des Fachkreises ADHS der deutschen
    Bundesärztekammer.
    Es ist Fakt, dass sich die Wissenschaftler streiten. Aber das tun
    Wissenschaftler meistens, gerne und oft. Und ein Hirnforscher ist kein
    effektiverer Experte als ein Experte auf dem Gebiet von ADHS. Ich
    wurde auch von einer effektiven Expertin abgeklärt inkl.
    neurologischen Test etc.
    Viele Grüsse
    Rolf
  • Moni_888 | 26.11.2007, 12:35

    Betäubungsmittel und Verursacher von ADHS

    Lieber Rolf

    Ritalin ist in der Tat ein Betäubungsmittel, welches
    International auf der Betäubungsmittelliste steht - also ein
    Gift. Dies kann man nicht beschönigen, auch nicht mit Argumenten
    von "möglichen" Ursachen oder Herkunft von ADHS.
    Abgesehen davon, ist Vorsicht geboten alles zu glauben was uns an
    "möglichen" Ursachen gesagt oder auch mit
    Hochglanzbroschüren demonstriert werden. Fakt ist, dass sich
    Hirnforscher, also effektive Experten auf diesem Gebiet der
    Neurobiologie, heute darum streiten, ob es eine neurobiologische
    Funktionsstörung ist oder nicht. Es gibt keine Einigkeit!!
    Solange dies so ist, finde ich es von uns Eltern und auch von der
    Gesellschaft ungeheuer verantwortungslos den Kindern
    Betäubungsmittel zu geben, da auch die Spätfolgen bei einem
    wachsenden Gehirn unter Gift, noch nicht eruiert werden kann.

    Gruss Monika
  • Moni_888 | 26.11.2007, 09:18

    Betäubungsmittel und Verursacher von ADHS

    Lieber Rolf

    Ritalin ist in der Tat ein Betäubungsmittel, welches
    International auf der Betäubungsmittelliste steht - also ein
    Gift. Dies kann man nicht beschönigen, auch nicht mit Argumenten
    von "möglichen" Ursachen oder Herkunft von ADHS.
    Abgesehen davon, ist Vorsicht geboten alles zu glauben was uns an
    "möglichen" Ursachen gesagt oder auch mit
    Hochglanzbroschüren demonstriert werden. Fakt ist, dass sich
    Hirnforscher, also effektive Experten auf diesem Gebiet der
    Neurobiologie, heute darum streiten, ob es eine neurobiologische
    Funktionsstörung ist oder nicht. Es gibt keine Einigkeit!!
    Solange dies so ist, finde ich es von uns Eltern und auch von der
    Gesellschaft ungeheuer verantwortungslos den Kindern
    Betäubungsmittel zu geben, da auch die Spätfolgen bei einem
    wachsenden Gehirn unter Gift, noch nicht eruiert werden kann.

    Gruss Monika
  • RolfV2000 | 21.11.2007, 21:31

    Verursacher von AD(H)S

    Lieber Bruno
    Ich finde, dass man sich zuerst über die Herkunft von AD(H)S
    informieren sollte, bevor man solche unhaltbaren Behauptungen in die
    Welt setzt. Das entbehrt jeglicher Grundlage. Solche Aussagen zeigen
    einmal mehr, wieviel resp. wie wenig Wissen in der Bevölkerung
    über diese Krankheit vorhanden ist.
    AD(H)S ist eine neurobiologische Funktionsstörung. Es können
    genetische Ursachen oder Geburtsschäden wie z.Bsp.
    Sauerstoffmangel vorliegen, die AD(H)S hervorrufen.
    Bitte Bruno, informiere dich zuerst bei den richtigen Stellen. Z. Bsp.
    bei Elpos. Mit solchen Beiträgen schlägst du jedem
    AD(H)S-Betroffenen mitten ins Gesicht!
    Rolf
  • Linda | 21.11.2007, 16:51

    Vorbeugend

    Es ist ja auch oft so, dass viele Eltern gar nicht erst warten wollen
    bis Ihre Kinder "schwierig" werden.
    Ich selber arbeite viel mit Kindern und immer mehr Eltern kommen zu
    mir und sagen, dass ich darauf achten soll, dass ihr Kind die Pillen
    rechtzeitig nimmt.
    Mit diesen Kindern hatte ich aber nie Probleme...
    Ich denke nicht, dass es sinnvoll ist präventiv diese
    Arzneimittel zu verschreiben.
  • Bruvon | 21.11.2007, 14:40

    Betäubungsmittel

    Es muss erwähnt werden, dass Ritalin ein Amphetamin ist und bei
    der Swissmedic als Betäubungsmittel der Klasse A, gleich wie
    Heroin, Kokain usw., deklariert ist. Ich glaube kaum, dass das auf die
    Dauer eine Lösung ist. Es gibt Studien die ganz klar belegen,
    dass ein Verursacher von ADS/ADHS in der Nahrungsmittelindustrie zu
    suchen ist. Was die mit E-Nummern verseuchten "Dreck"
    herstellen, ist eine unglaubliche Zumutung für die Konsumenten.
    Und die grossen Gewinner am Schluss ist, wie kann es wohl anders sein,
    die Pharmaindustrie und ihre Handlanger. Manchmal habe ich das
    Gefühl, die arbeiten Hand in Hand. Bruno
  • RolfV2000 | 20.11.2007, 18:01

    ADHS - ADS

    Liebe Saldo-Redaktion
    Ich habe heute Mittag den Artikel im Heft gelesen und ich muss sagen,
    dass ich über diesen Artikel erschrocken bin. Der Artikel
    bestätigt die landläufige Meinung dass Ritalin ein
    "Teufelszeug" ist.
    Es ist richtig, dass ein Kind welches von ADD oder ADHD betroffen sein
    könnte in die Hände von Spezialisten gehört. Eine
    zweistündige Abklärung ist definitiv nicht seriös.
    Kommt dazu, dass Ritalin nicht das Allerweltsmittel ist. Zu einer
    erfolgreichen Behandlung gehören ebenfalls Coaching,
    psychotherapeutische oder heilpädagogische Massnahmen. Ob das
    Kind dann zusätzlich mit Ritalin behandelt werden muss, wird sich
    im Verlaufe dieser Massnahmen zeigen.
    Bei mir wurde ADD erst im Alter von 44 Jahren festgestellt. Durch eine
    umfassende Behandlung mittels Coaching und Unterstützung durch
    Ritalin habe ich endlich Lebensqualität. Mein gesamtes Umfeld
    (Familie, Beruf) konstatiert, dass ich ein anderer Mensch bin. Die
    Aussage, dass Ritalin den Charakter verändere stimmt somit. Im
    Text wird dies jedoch in einen negativen Zusammenhang gebracht. Das
    ist fatal. Zum Glück verändert sich der Charakter!
    Ich habe ebenfalls einen neuen Zugang zu meinen Emotionen gefunden.
    Ich bin kreativer denn je. Als Leiter einer Kommunikationsabteilung
    ist das sehr wichtig. Der Artikel beschreibt jedoch das Gegenteil.
    Ich finde, dass dieser Artikel mehr schadet, als dass er
    aufklärt. Ich finde, dass zum Teil unvollständig und
    oberflächlich recherchiert wurde.
    Viele Grüsse
    RolfV2000
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