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Unser Sohn verdient im ersten Lehrjahr brutto 600 Franken pro Monat. Das Essen nimmt er von zu Hause mit, und er hat ein Prepaid-Handy. Die monatlichen Kosten für das Bahnabo und für die Musikschule belaufen sich auf 185 Franken. Wir haben mit ihm vereinbart, dass er diesen Betrag selber zahlt. Ist das eine faire Lösung?
Die Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Budgetberatungsstellen empfiehlt bei einem Lehrlingslohn von 600 Franken einen Haushaltsbeitrag von maximal 110 Franken. Ihrem Sohn bleiben mit einer Beitragshöhe von 185 Franken lediglich rund 400 Franken für Hobbys, Ferien, allfällige auswärtige Verpflegung etc. Viel Luxus liegt somit nicht drin. Es ist aber wichtig, die Ausgabenposten zu kennen, damit Lehrlinge ihre Finanzen im Griff haben. Der beste Weg dazu ist ein detailliertes Budget, in dem alle Ausgaben und Einnahmen aufgeschlüsselt und aufgelistet werden (siehe Tabelle). Aus der Aufstellung geht auch die Höhe des möglichen Haushaltsbeitrages hervor.
28. August 2011 | Bernhard Bircher, Redaktor K-Geld