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Ich habe rund 100 000 Franken in Euro angelegt – der Wechselkurs ist nun massiv schlechter als beim Kauf. Soll ich meine Euros verkaufen oder zuwarten?
Devisengeschäfte sind höchst spekulativ – kleinste unvorhersehbare Ereignisse genügen, um die Kursentwicklung positiv oder negativ zu beeinflussen. Währungsprognosen für den Euro sind daher auch für Analysten bei Banken schwierig. Die Frage, wie sich die Währung kurz- bis mittelfristig entwickeln wird, kann Ihnen daher niemand seriös beantworten.
Nachdem der Euro in der ersten Jahreshälfte 15 Prozent verloren hat, gehen die Prognosen der Devisenstrategen aber nicht mehr von einem grösseren Verfall aus (siehe Grafik der UBS). Wenn Sie das Geld nicht gleich benötigen und auf allfällige Kurssteigerungen in der Zukunft warten können, sollten Sie eine untere Verkaufslimite setzen, bei der die Euros automatisch verkauft werden – so begrenzen Sie Ihr Verlustrisiko.
30. August 2010 | Bernhard Bircher, Redaktor K-Geld