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Die Bank empfiehlt mir, jetzt eine drei- und eine fünfjährige Festhypothek abzuschliessen. Ist das sinnvoll?
Viele institutionelle Investoren wollen ihr Geld zurzeit für drei bis fünf Jahre fest anlegen. Dazu zählen auch die Banken, die Hypotheken vergeben. Sie rechnen mit sinkenden Zinsen und hoffen, mit diesen Laufzeiten in den nächsten Jahren eine hohe Rendite zu erzielen.
Hausbesitzer nehmen dieses Geld in Form von Hypotheken entgegen. Sie wollen aber möglichst wenig Zins zahlen. Wenn sie auf die gleichen Laufzeiten setzen wie die Institutionellen, wetten sie gegen die Anlageprofis – und dürften diese Wette wohl verlieren.
Mit festen Laufzeiten von drei und fünf Jahren sind Hausbesitzer zudem sowohl auf sinkende als auch auf steigende Zinsen schlecht vorbereitet. Von sinkenden Zinsen können sie frühestens in drei Jahren profitieren, während die Festhypotheken bei steigenden Zinsen vermutlich im ungünstigsten Moment fällig werden.
Hypothekarnehmer nehmen deshalb jetzt besser einen grösseren Teil der Hypothekarsumme in Form einer variablen oder einer Libor-Hypothek auf. Der je nach Sicherheitsbedürfnis kleinere oder grössere Rest sollte mit Laufzeiten von mindestens sieben Jahren abgeschlossen werden. Siebenjährige Festhypos sind momentan nicht viel teurer als drei- oder fünfjährige Festhypotheken.
Wer seine Hypothekarzinsbelastung in den nächsten Jahren weitgehend fixieren möchte, wählt einen höheren Anteil an Festhypotheken.
31. März 2008